Moskau besuchen,
auch in einer ungünstigen Zeit
unruhigen,
gefährlich vielleicht,
aber ich will es.
Will mich prügeln
verbal
und vielleicht auch körperlich.
Aber ich bin bereit,
Kultur zu genießen,
Bolschoi Theater,
Tretjakow Galerie.
Das ist alles in Takt
trotz des Krieges
in der Ukraine,
und in Sotschi feiern die Reichen
ihre Gasterei wie immer,
mit 2000 Dollar Eintritt.
Tut er doch, was er will,
übt er doch, was er will,
Kotin
im Greisenalter
noch nicht ist,
aber den Verstand verloren,
Demenz publik.
Bunker-Mentalität,
o. k.,
aber die Straßen sind frei
für den Autoverkehr
Moskaus.
Krasnaja ploschtschadj,
der Maidan
für Lenins Mausoleum,
ist immer fällig noch
bei den Touristen,
als Ausflugsziel
eines der ersten.
Das Kaufhaus GUM,
hat es einen neuen Namen?
Nein,
er ist derselbe geblieben,
und man bekommt dort alle Waren
wie im Westen.
Russen getroffen
am Strand von Hurghada,
wo das schreckliche Unglück geschah,
ein Russe wurde von einem Hai gefressen,
die Medien voller Häme,
weil es eine Russe war.
Sind freundlich
und offen
für alles,
was sich bewegt,
schöne Frauen,
schicke Autos.
Und eine Traumimmobilie
bewegungslos
am Strand steht,
unmittelbar zum Meer
der Blick geht
und lädt ein zu Partys
lauten.
Bier und Sekt in Strömen,
Krimskoye,
was will man mehr
in der Diaspora!
Solange der Krieg geht,
sind wir hier,
sagen sich die Russen,
fern der Heimat
schönen.
Wie ein gefräßiges Tier,
so stehst du mir im Wege,
ich zögere,
gehe zurück,
ich habe Angst vor dir,
Kotin.
Du bist ein Schlächter
übelster Sorte,
aber folgst nur der russischen Mentalität,
sie war immer so,
Iwan der Schreckliche.
Und so,
Iwan nennt man bei uns
jeden Russen,
wenn man ihn verachtet,
kommt der Iwan,
kommt er schon?
Sie ist da zu ehrlich,
die Realität,
es kommt alles zu Tage
im Krieg,
Vergewaltigung und Mord
an Zivilisten.
Was die Ukraine sagt
offiziell,
interessiert mich nicht,
mich interessieren die Fakten,
ob sie stimmen oder nicht.
Sie sind die Schlimmsten,
die Bandera-Anhänger,
das Asow-Bataillon
mit Nazisymbolen
an den Mützen.
Moskau wie Kiew,
die Regierung packt die Taschen voller Geld,
für das sie nicht gearbeitet hat.
Aber das interessiert keinen
in Russland,
solange es in den russischen Weiten
noch Lieder gibt,
die man hören will
und singt.
Wetschernyj swon
zum Beispiel,
oder Baikalsee und die Balalaika,
eine gute Kombination von beidem,
denn der See ist bald ausgetrocknet,
die Fische schwimmen auf Grund.
Natur und Gesang,
was die Russen lieben
sehr.
Und das Meer, das weite,
das Asowsche momentan
im ersten Rang,
denn es schützt das Donezbecken,
das umkämpfte,
von der See her.
Archangelsk kommt dann dran,
auch wenn es weit entfernt ist,
und Petersburg gebar einen Mann,
der Kotin heißt,
seine Stadt und Jugend.
Es gibt ja keinen Affen,
der so schön ist,
stutzig und bauernschlau,
mit der Ukraine hat er sich verschätzt,
der Widerstand ist groß,
die Augen blau
gehauen.
Ein großes Veilchen im Gesicht
des Schlächters,
auch wenn ich überzeugt bin,
dass die Ukraine nicht siegen wird,
kann,
dafür ist sie zu schwach auf der Brust,
und der Genuss bleibt aus
des Sieges.
Man kann keinen Krieg gewinnen
mit Bestellformular und Lieferservice
für Waffen.
Die Zeiten sind vorbei,
es muss schnell gehen,
und ratzfatz der Sieg herbeigeholt,
sonst verliert der Westen
die Nerven
und steckt ein die Hilfen,
kassiert sie
wieder,
die Geduld
seine.
Denn kein Staat ist groß genug,
potent,
um einen dritten Staat zu versorgen
bis ultimo.
Eine Blätterarsch-, eine Blätterteigpastete
kriegt das Kotzen,
das bin ich,
wenn ich das sehe.
Mit Messer und Gabel wird er das nicht machen,
die Ukraine verspeisen,
mit Messer und explosivem Material
schon eher,
denke ich.
Der billigste Baum
in der Landschaft,
knorrig
und alt
und verbraucht,
ins Feuer damit!
Charakteristisch für ihn,
Kotin,
vielleicht auch nicht,
auf jeden Fall verrückt,
so was von verrückt,
die militärische Operation,
wie er sie nennt,
zu starten.
Es ist Krieg,
nichts weiter als Krieg
gegen ein wehrloses Volk
ohne den Westen.
Nazis hin und her,
das Argument zählt nicht
in meinen Händen,
die leer sind
von Argumenten
in favour
of Kotin.
Den ganzen Tag
das Banner hissen
macht müde.
Wir haben uns daran gewöhnt,
die Triebe des Krieges
sind zu schön,
sie auszuleben.
Schlachten und Schlachtgetümmel,
auch in unserem Leben
zivilen,
sie haben uns heimgesucht.
Dabei haben wir immer die soziale Frage im Blick,
für die sich niemand interessiert,
die Russen schon gar nicht,
sie haben ihr Geld tagtäglich,
das genügt
ihnen.
Ethnien
an der Oberfläche treiben,
und nun ist gut
wieder.
Man sollte sie ordnungsgemäß
umbringen,
die Russen
sofort,
höre ich immer in den Medien,
Kotin beseitigen
mit Gewalt,
mit Mord.
Die ukrainische Politik sei dahingestellt,
ob sie richtig war
gegenüber den Russen,
die Außenpolitik
vor 2014.
Janukowytsch hin und her,
der Steigbügelhalter der Russen
in der Ukraine,
war schlimm zu sehen,
wie er floh 2014
bei Nacht und Nebel.
Die Amerikaner im Spiel
wollten einen Regime Change
unbedingt.
Fuck the EU,
war ein Vorspiel nur,
kam hinzu
Victoria Nuland,
sie entschuldigte sich später dafür,
meinte es aber ernst.
Schauen Sie sich die Gesichter an,
meine lieben Leser,
zu dieser Zeit,
keiner konnte es wahrhaben,
noch einschätzen,
was wirklich geschah,
die Russen griffen an.
Für religiöse Zwecke
nicht geeignet
wie die USA,
aber Europa hat es eilig,
den Zwecken zu dienen,
Amerika zu adaptieren,
und versagte wieder einmal.
Hört auf, euch gegenseitig zu entlarven,
Oligarchen
sind auf beiden Seiten
schlimm,
brüllt er mit neuem Sound,
das geht nicht,
niemals,
die Ukraine geben wir nicht auf,
die Ukraine geben wir nicht ab,
Monstrenskyj.
Was sie ist
ohne den Schwanz
aus Amerika,
Baldlie spricht
aus Höflichkeit nicht so,
ich weiß!
Etna Kerken
im Fernsehgarten
heiß ist,
sehr heiß,
der Ausschnitt einen großen Busen zeigt
der hohen Dame
auf der Bühne.
Eine Tischwalze spricht nicht,
sie walzt
über die Ereignisse hinweg.
Bei allem Verstand erlaubt ist
die Frage,
ist sie echt
oder ein Import?
Wie alle die Millionen und Abermillionen
über die Jahre hinweg
Trolle?
The grand theft,
jetzt hinterlässt es auch noch Spuren,
the show must go on,
jetzt bekämpft es auch noch die Botschaften des anderen,
die anders sind.
Die Kriegspropaganda nimmt ihren Lauf,
die Kriegstrommeln werden gerührt,
in einer süßen Stimmung der Nacht
Romantik,
ich bin Puschkin.
Reisefieber,
Abenteuer
wie geliefert.
Die Macht,
der Sog
des Krieges
und der Fantasie
in Russland.
Die Ukraine gehört dazu,
und so schließen wir das Gedicht
hier
an dieser Stelle,
erhelle sich, wer will,
an ihr.
Kotin, russischer Politiker
in favour, englisch
Monstrenskyj, ukrainischer Politiker
Baldlie, US-amerikanischer Politiker
Johannes Lichteruh, 2023