Ares

Ich warte auf den Tag,
wo ukrainische Söldner
Verantwortung tragen
für das, was sie angerichtet haben
im Krieg.

Das Internationale Strafgericht schläft nicht,
die Menschenrechte
sind dort verzeichnet.

Das Pascha-Druckmittel
hilft nicht,
Entzug der Aufenthaltsgenehmigung,
Abschiebung.

Nur Gewalt und Ausrottung der Muslime
auch nicht,
die ersten Pogrome finden statt
trotzdem.

Wir leben in einer Zeit
der Gewaltschleife
endlos,
auch Spirale genannt.

Und die geht nach oben,
federt sich ab
am Bodensatz
der Gewalt,
die die Herrschaften
flüchtenden
aus ihren Heimatländern mitbrachten.

Denn dort herrscht Krieg
in der Regel,
oder Armut
oder beides.

Ständige Auseinandersetzungen,
die Gewalt signalisieren,
Bombardements
wie jetzt im Sudan.

Jemen,
der Norden, der Süden,
die Huthis und der Iran,
die Russen und Amerikaner dazwischen,
was soll daraus werden?

Stellvertreterkriege allerwege,
wie jetzt in der Ukraine,
oh, Russland ist nah!

Schurkenstaat
für all diese Überwachung,
die er uns zumutet,
denn der Rechtsstaat macht Jagd
auf Andersdenkende.

Stellt unter Beobachtung,
wer ihm an die Jacke geht,
das Jackett
mit dem breiten Revers
der Nobilität
der Werte
auszieht,
weil sie eine Lüge sind.

An die Wäsche,
Unterwäsche?
Das wäre schlimm,
denn die Basics sollten bleiben,
ansonsten kommt das ganze System,
das kapitalistische,
ins Schwanken
und rutscht ab.

Das macht mich reich und stolz,
dass ich nicht schlafen kann
deswegen.

Bin wach immerzu,
wachsam zugleich
mit mir,
drücke kein Auge zu,
was macht das mit mir?

Diese Gesellschaft,
die schläft immerzu
deswegen,
weil sie nicht achtgibt
auf das politische Geschehen.

Der Wähler schläft,
die Politiker schlafen
und rennen ins Verderben,
allesamt
shell shelter.

Der ganze Antrieb auf Umtriebe genötigt
der Gesellschaft,
lange nicht Untersee gesehen,
ihre Fahrzeuge, die möglich sind,
sind schön.

Lamborghini,
Louis Vuitton,
die Hutschachtel im Fond.

Millionen Menschen verbringen ihr Leben im Stress,
so dass sie keinen Zugang haben
zu ihrer Seele.

Das Meer und ganz klar das Meer
und nicht mehr
der Empfindungen,
die Seele.

Wer findet nicht zu diesen Spielregeln?
Wer es will,
da herrscht im Chaos
Konfusion
gedanklich.

Du kannst es selbst abwählen,
wenn du willst,
was aber gar nicht geht,
ist das Geschrei nach Seele.

Berühmte Männer haben es geschafft,
aber du nicht,
die Seele abzuwählen,
sie sahen den Tag,
wie schön er ist,
das Jüngste Gericht
sein kann,
und das genügt
zur Rechtfertigung,
wenn du ein rechtschaffenes Leben geführt hast.

Sei ein Mann!
Die Klarheit des Gedankens,
Organismus ist vergesslich,
den du trägst in dir,
er ist ein Tier auch,
mitunter
unermesslich.

Die Seele schützt dich nicht
davor,
hör auf, Gehör
ihr zu schenken!

Klarheit des Gedankens
fordere ich von dir,
klar
und beißend,
schütter
wie ein alter Mann
dir gebührt.

So viele Tote gesehen
in deinem Leben,
auch die, die leben.

Gewölbt
bis ans Ende unserer Tage
der Himmel ist blau,
was mich eher wütend macht,
besser noch als der Tobsuchtsanfall
jetzt in der Politik.

Wer hat ihn verdient,
den Himmel,
ich allein?
Alle haben recht und unrecht.

Geduld verlieren,
gute Augen haben,
hinsehen
und bewerten.

Aburteilen,
ja, das wär nicht schlecht,
das kann doch nicht so schwer sein,
he, Politik,
Politiker!

Hässliches Kind,
das du hattest,
stirbt jetzt
in dir.

Ich hab’s geahnt,
ja,
Amerika ist da.

Der Trompeter,
die Fanfare,
erhöht stehend
am Eingang eins Zirkus.

Kafka,
in einem Jahr,
in dem ich es nicht erwartet hätte,
in meinem siebzigsten.

Und so ist der Schaden da,
auch der,
auch der!

Ich bin der Herr meiner Gefühle,
schade,
wie schade,
der Gedanke nicht klar!

Amerika,
Analyse und Text
im Gebrauch,
Beiboot,
und ich darinnen
Überfahrt.

Muss ich jetzt durch die Feenbrücke gehen,
die Dichtung,
ihre Pfeiler,
die fest auf der Erde stehen,
dem Boden der Tatsachen?

Ja,
das musst du,
Berliner Zahlen,
Rowdys
naturally.

Es besteht ein Kulturkampf,
seine Chance ist da,
die Menschheit zu besiegen.

Jeder kann essen davon,
der Drogeneinfluss unseres Landes,
der Welt
insgesamt,
dem wir nicht entfliehen können.

Station number?
666,
die Zahl.

Der Hass
und Mord und Totschlag,
Potenzial.

Steinschlag
trocken
hart,
und prasselnd
auf uns nieder.

Das private Puff-Eisen,
die Handschellen,
um die Ermordung des Menschen,
wie man sie gern sieht
und oft als Symbolbild
in den Medien.

So grausam gefordert
von mir,
nicht wahr?

Ich muss den Geruch wieder wegbekommen,
der Geruch,
der du bist,
die Mörderwiese,
auf der wir leben
das Leben.

Kein Paradiesgarten,
ganz im Gegenteil,
ich werde ermordet
im Gehen, im Stehen
ganz nebenbei.

Die Mörder sind unter uns,
ist das schön?
Nein,
ich denke nein.

Umgürtet der Mensch
vom Tod,
aber doch
freiwillig
unfreiwillig,
seine Bewusstseinsnote ist schwach
zu bewerten,
er kann nicht dafür.

Denn sie wissen nicht, was sie tun,
ich weiß es nicht,
ich stecke ja nun nicht in dem Geschehen,
ich habe mich separiert
mit meiner Dichtung,
die nicht bürgerlich ist.

Ich bin kein Mensch,
Alien ähnlich
schon eher.

Ein Gott
eben,
das sogenannte Königstreffen
zwischen Menschen.

Obwohl der Zeitabgleich
im Trend liegt,
und das ist bürgerlich,
denn Zeit ist Geld.

Der mit den langen T-Shirts,
die selber lang sind,
die AfD verhöhnt.

Das Nazigemisch
die Gesellschaft prägt
insgesamt,
das ist das Dilemma
der Deutschen
nicht nur.

Was soll ich machen?
Du machst das,
was du für richtig hältst,
wer nicht?

Was darüber hinausgeht,
ist von Übel,
ist von Gestern,
ist Revival alter Instinkte.

Nazis,
kein Progress,
kein Fortschritt.

station number, englisch

Johannes Lichteruh, 2023

Hinterlasse einen Kommentar