Wie wild kaspern
die Garnisonen,
die Chersonen
werden gejagt.
Und betagt sind sie auch noch,
es sind Veteranen
der ukrainischen Armee.
Was für ein Jammer!
Ein Bild des Grauens,
die Chefgeburt.
Monstrenskyj
in Kiew,
die Chefgeburt haltlos,
somit gebe ich den Ring frei,
der Endkampf
der Zivilisation.
Kulturkampf dabei,
wir fressen uns gegenseitig,
kein Metall,
es sind Menschen.
Aber scharfe Kugeln,
Projektile,
wenn der Feind sie mitkriegt,
abkriegt
die Keule des Krieges.
Ich kann mir das gar nicht vorstellen, brutal
die Feindschaft,
öffnet sich der Frieden?
Hier müssen wir von unserer Pflicht abweichen
und dich jagen,
wir sind weite Bahnen gewohnt.
Der Krieg holt uns ein
oder nicht,
der Zufall
spielt eine Rolle.
Wir beherrschen ihn nicht,
der Krieg ereilt uns
permanent.
Egal, an welchen Enden der Welt,
er verfolgt uns
und meint es gut mit uns.
Er ist notwendig
wie das Gesicht, das ehrlich ist,
die Vorhersage.
Ohne ihn geht es nicht,
meint er selbst
und äußert sich regelmäßig
öffentlich.
Der Kriegsverlauf
ist uns unbekannt
sogar,
hinterher ist man klüger.
Wir sind blind
und wollen Frieden,
die Strategien fehlen.
Nicht nur Muskeltraining,
auch des Hirns wäre nötig
in den Camps der Militärs,
wir schwärmen von Frieden
unaufhörlich.
An die hohle Wand gefahren
die Welt
mit ihren Kriegsspielchen,
wie schön!
Wer reicht mir die Hand
zum Friedensgruß?
Ich nicht mir selber,
was wenig nützt.
Der Krieg ist Bestandteil
unseres Lebens
geworden,
wieder
die Ukraine blüht auf
in ihm.
Der Krieg verwundert uns
immer noch,
die Wunden heilen,
wir sind besorgt,
er kommt nie wieder?
Wir wundern uns,
wir leben immer noch,
das Überleben geht weiter.
Wir können ihn nicht steuern,
verhindern,
sonnengegerbt
bin ich nicht,
aber kriegsverwöhnt
ein Kämpfer
auf ganzer Strecke
blanker,
die ich ausfülle
mit meinem Gewehr in der Hand.
An allen Enden der Welt,
Ecken
hapert es an Frieden,
am friedlichen Zusammenleben.
Die Leute sind zerstritten
untereinander,
provozieren ihn,
die Bevölkerung
übt den Bürgerkrieg
schon einmal verbal in den Medien.
Es gibt keine Ruhe mehr,
der Unruhestifter sind sie selber,
die Menschen in ihrem Häuserwahn.
Stuben,
wo sie die Wahrheit sagen können
selbstgefällig
heimlich.
Sie äußern sie nicht öffentlich,
das ist ja das Problem,
und haben Angst,
immer nur Angst,
dass es geschieht.
Dass er geschieht,
der Krieg
fasst alle an
und betrifft sie in einer Stunde
des Wahns.
Wenn ich nun sterben muss,
weil ich im Krieg bin,
im Krieg mit mir selbst
ein Meerschweinchen sein,
das aggressiv ist?
Wie öden die Politiker mich an,
wie wichtig sie sich nehmen,
in Anzug und Krawatte steifbeinig
morgen schon auf einen Panzer steigen
zum Fotografieren,
zum Wohl des Volkes,
das sie beschützen sollten
eigentlich.
Aber es funktioniert nicht
die Demokratie,
das Volk ist das Schießpulver
nur.
Kanonenfutter,
das herzlich grüßt von mir
den Tod,
sagt sich der Politiker.
Für ihre Kriegsziele,
ohne die sie nicht auskommen,
die Politiker
für ihre Friedenspolitik?
Vorbild holen
wo?
Die Kinder lernen das Kriegen
in ihren warrior games,
und die sind sehr beliebt.
Schaffen sie doch eine Gewohnheit aus dem Leben,
Kriege gibt es auch im Sessel,
nicht nur auf dem Feld.
Schaffen sie doch eine Gewohnheit aus dem Bild
allein,
das macht mich nicht militärlustig,
begeistert schon gar nicht.
Den Sarg
auf Militärbasis
umstülpen,
noch ist er leer,
legere Haltung
beim Tragen.
Den Leichnam einsacken,
mit Schärpe um das Holz
herum,
und schultern.
Das muss doch ein Naturgetümmel sein,
die Gefährten weinen,
wertvolle Jahre
gehen verloren.
Wie kaputt die Welt ist,
das hängt auch mit dem Wasser zusammen,
das fließt und fließt
in die Löcher der Häuser,
Überschwemmung und Wassermangel zugleich.
Es ist Krieg,
und ich kriege es im Kopf,
respektvoll
mit hoch technologisierten Waffen,
finde mal einen Drehort!
Der das filmt
ohne Gewissen,
der Regisseur ist nicht dabei.
SIPRI ausgelaugt,
wir fallen alle darauf rein,
Friedensforschung,
dass ich nicht lache!
Und wo ist das Bein,
das in den Krieg zieht
verstümmelt?
Es findet statt,
ich bin es so satt,
darüber zu berichten.
So einfach ist das,
eine Randbemerkung machen
zum Frieden.
Ansonsten nur Kriegsberichterstattung,
SIPRI in den Sielen,
auch wir kämen zu Wasser,
nicht wahr?
Ein Leben geht nicht weiter,
Kiews Ausdauer
gilt dieser Hand,
nicht wie unser Land,
das zögerlich ist.
Es ist auch die Rede
von zwei Kaffeestrecken,
wir reichen China die Hand
entlang der Seidenstraße,
parallel dazu.
Du willst unter der Vorgeschichte leiden,
der Iran,
den rechten Quark ertragen.
Viele Kämpfe gegen das Unvermeidliche,
ich nicht,
ich finde mich damit ab,
den Tod.
Das ist die Vorratwirkung,
der Krieg,
den wir uns anschaffen
unentwegt.
Wer macht sich Gedanken
über den Hersteller des Krieges?
Ich nicht,
es sind die Menschen selber,
ich weiß es.
Monstrenskyj, ukrainischer Politiker
Johannes Lichteruh, 2023