خيمة

Das nächste Homosexuellengesetz,
weil du schwul bist,
wird auf Tod gehen,
spirituell eingefordert,
Macht
über dich.

Es passt nicht ins Paradies,
dafür gibt es keine Eintrittskarten,
sein Publikum
zurückgefordert.

Freiwillige Optionen in diesem Sinne
gibt es nicht mehr,
der Mensch ist leer
aufgrund ewig neuen Versagens.

Das ist die Kindheit seines Vaters,
sage ich immer,
das Paradies war der Anfang,
als er ein Kind war
und noch alleine,
noch selber.

So wie ein fester Deal,
der eine Kommandostruktur voraussetzt,
es muss kein allzu großer sein,
um das zu begreifen.

Begründen ist falsch,
es gibt keinen Grund dafür,
es ist einfach so,
wer mit dieser Welt isst,
muss einen langen Löffel haben.

Die spirituelle Verfassung
ist schwer zu begreifen
in dem Tummelganzen
des Menschen.

Der Laptop springt nicht an,
er hat sich verfangen
in sich selbst,
aufgehängt.

Wenn ich ihn öffne,
schaue ich in ein Technik-Werk
zunächst,
nichts weiter,
und Technik-Fehler,
die ich verursacht habe
mit meinem Tippen.

Wer spricht von Selbstmord jetzt?
Keiner,
es ist unvernünftig
in dieser Hinsicht.

Nur weil es einen Unfall gab
im Paradies,
ist doch überhaupt nicht von Belang,
was da inhaltlich geliefert wird.

Das Beuteschema,
das du bist
für Männer,
weil du sexy bist,
meine Frau.

Unter den Heiligen wirst du jetzt sein,
seit du tot bist,
denn deine Heiligkeit
ist schön.

Das war mir ein Halt
in meinem Leben,
das erkenne ich jetzt
erst zu spät.

Deinen Körper zu erobern,
war mir ein Genuss,
wie du dich wandest
unter meinen Händen.

Zart war dein Körper
und vorsichtig in den Bewegungen,
die Spiritualität stand dir im Gesicht.

Es war ein leichtes Drehen,
ein Zittern
im Gesicht,
ein fester Werden
und doch beweglich.

Ich erinnere mich,
es war schön,
es war der beste Sex, den ich hatte, mit dir
in meinem Leben.

Ein Aushalten,
ein Vibrieren
der Seele,
Liebe
im körperlichen Sinne.

So, nun genug beschrieben,
es ist vorbei,
einerlei.

Ich bin gestorben in deinen Händen,
und so soll es immer bleiben,
die Erinnerung
in alle Ewigkeit.

War schön,
und so soll es immer bleiben,
ein Nachhall
meiner Seele.

Mit dir
vereint
zu zweit
im Paradies.

Die Bäume schwiegen,
kein Rauschen in den Zweigen,
nur du
und ich.

Hattest schöne Brauen
und ein Apfelgesicht,
mit sich zufrieden.

Blaue Augen,
türkisblau,
blaugrün?

Ich erinnere mich
mit Wonne,
und die Sonne stand dir im Gesicht
förmlich.

Unterbrochen,
wir haben uns gerochen,
den Hass
gegriffen
verbal.

Die Scheidung allemal
war ein Kinderspiel,
wir wollten uns nicht streiten
und Zorn bereiten zu viel.

Ein Heimspiel
für dich,
du hattest recht,
wir passen nicht zusammen
ideell.

Spirituell das Gemüt
disparater geht nicht,
ich will dich nicht mehr sehen,
deine Worte,
das tat weh.

Und wir sahen uns wieder
kurz vor deinem Tod,
Fenstersturz,
das Lot
kerzengerade runter.

Man kann es auch übertreiben,
religiöse Verblendung
nenne ich das.

Das Kind, das arme Kind
musste mit ansehen,
wie du starbst,
aber es war schon erwachsen,
Gott sei Dank.

Rechthaberei,
Gott, Gott, Gott,
ich kann es nicht mehr hören!
Dann geh in ein Kloster,
dort gehörst du hin.

Gott
und den Reichtum dieser Erde
zu vereinen,
das war dein Ziel.

Verstehe ich ja,
das Paradies hier auf Erden,
aber man kann es nicht erzwingen,
man muss die Wege gehen,
die möglich sind
uns Menschen.

Wir sind nur Menschen,
und kein Christusgesicht erschien mir jemals,
das mir sagte,
du bist Christus.

Ich gehe da nicht mit,
mein Gott anders
mit mir spricht.

Ich kann es nicht ändern,
zwei spirituelle Wesen
so aufeinandergestoßen?

Was soll das
im Kern
der Dinge?

Delfine und Haie,
wir beide waren angekommen,
wo wir hingehören.

بيت لحم ,
mehr nicht,
Schwindel.

Fatale Liebe,
auch Morgenland
im Anfang
unserer Seele.

Unter steter Misshandlung
unserer selbst,
wir waren selbst schuld.

Nicht Gottvater
wie er in der Bibel steht,
vergiss den Verlust,
er ist nicht reparabel.

Nicht in dieser Welt,
es wird eine neue geben,
davon bin ich überzeugt.

Als Kind
dieser Welt,
die kommen wird,
der neuen.

Titel خيمة , arabisch: Zelt
بيت لحم , arabisch: Betlehem, wortwörtlich: Haus (des) Fleisches

Johannes Lichteruh, 2023

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