Ach, komme mir doch nicht mit solchen technischen Fragen,
Moral,
wer ist besser, wer ist schlechter,
wer will das richten
in wessen Namen?
Wie eine Geldmaschine herankam,
und mich auffraß
der Job.
Er kostete mich
mein Leben,
und du vergisst dich,
die Menschen um dich herum nicht.
Du liebst sie nicht,
sie sind gefährlich für dich,
du bist neurotisch,
du kannst sie nicht mehr sehen,
du sagst, sie sind böse.
Schlägst um dich,
willst dich befreien,
es gelingt dir nicht.
Du bleibst im Job
dein Leben lang,
die Rente reicht nicht
für die Miete.
Böse,
wenn er mich nicht sieht,
Gott?
Die Minderheit im Partywesen
bist du,
der Partymontag,
es gibt ihn nicht.
Du gehst zur Arbeit
grau und ausgelaugt
vom Wochenende.
Aus dem Rand geblasen
der Gesellschaft
Minderheit.
Du bist eine Marginalie
im Zeitgeschehen,
politisch betätigen
willst du dich nicht.
Nur solange der Vorrat reicht,
die Seele,
die Energie,
bist du erpicht, politisch zu sein.
Das tut weh
in der Seele
insgesamt,
die Bedeutungslosigkeit
deiner Person.
Und schon stützt du dich
auf dein Angesicht
eigenes
und trollst davon
in ein Universum der Unberechenbarkeit,
Gott genannt.
Es ist das überhöhte
Gewissen,
das, von dem wir nichts wissen,
und nennst es Gott.
Der Begriff ist leer,
aber du glaubst
an das Immaterielle,
dass es existiert.
Eine Physik,
die wir nicht begreifen
können.
Es ist das Glas,
das uns übergestülpt wurde,
wir kommen nicht heraus aus dieser Blase,
die wir Welt nennen.
Was auch immer geschieht,
ist der Ausfluss unserer Gedanken,
die Welt als Wille und Vorstellung.
Schopenhauer
hat nach gedacht,
er hat sich befreit von allen religiösen Zwängen,
nicht wie du,
der noch immer heischt
Gottes Antwort.
Antworten, die nicht kommen
wollen,
niemals,
sie sind nicht vorgesehen
im Kreislauf des Universums,
in dem du dich befindest.
Die Verantwortung für diese Welt
liegt im Ermessen des Menschen,
das ist die Philosophie
der Erde.
Kein kosmisches Gewicht
kann sie zerstören,
Moleküle noch,
ihre,
künden vom Menschen.
Erdkrumen, Butter und Salz,
ein Salzgebäck, vermischt mit totalitären Ansprüchen
des Menschen,
denn die Erde ist sein,
er kann damit verfahren, wie er will.
Sein Wille ist rein,
schlag ein
und gib mir deine Hand,
das ist eine Chance
des Menschen,
deine Chance,
mach etwas daraus!
Bau dir ein Haus,
und mag es immateriell sein,
gilt es auch.
Du weißt es nur nicht,
wie die Seele wächst,
den Mechanismus,
er ist dir eigen
wie allen Menschen,
ein Auf und Ab.
Du hast dich zu betätigen
ein Leben lang,
danach werden wir sehen,
wer recht hat,
ich, dein Gott ellenlang,
oder du, der Wurm,
der mich misst
ständig.
Happiness
kann es nicht geben
auf diesem Weg,
die Mutter-Kind-Beziehung,
wenn sie zerstört ist,
du siehst es an dir selber.
Es verfolgt dich dein Leben lang,
sei ein Mann
standhaft,
nimm es an,
dass es so ist
mit dir.
Sei kein Tier,
ja, die inneren Konflikte
sind schön,
sie gehören zu dir,
sie machen den Menschen aus.
Es gibt kein schöneres Haus
als das Seelenleben,
vielfältig und multipolar
auf dich ausgerichtet.
Es ist dein Reich,
in dem du wohnst sicher
auch nach dem Tod.
Johannes Lichteruh, 2023