Stab

Die einzelne Nation
muss über das hinausgehen,
was sie ausmacht.

Die Blockaden
brechen durch,
o je!

Im Sächsischen
gibt es diese Probleme
nicht.

Das Sächsische
ist rein,
Mundart vom Feinsten.

So verlieren wir alle
ein Stück unserer Freiheit,
nicht wahr?

Das soll ein Ring sein,
warnt vor den jungen Leuten,
die aggressiver sind
angeblich.

Und das fiese Engagement
deines Herzens
in der Welt.

Schneller
als wir Klassiker sind,
schneller als ein Hit.

Und irgendwann tritt dieses jammerhafte System in den Hintergrund,
und es gibt kein Platin mehr,
womit die Menschen sich zufriedengeben,
der Teppichschutz ist weg.

Was für ein Elend,
wenn die Brunnen vergiftet sind,
die Quellen
der Kreativität.

Wie gesagt,
auf Sand gebaut
David gegen Goliath,
ich will es nicht sein
permanent,
die Welt.

In Brüssel kampieren die Menschen auf der Straße,
und die Politiker schauen weg,
es ist doch ihre Haustür,
der Sitz der Europäischen Union!

Keine Bäche
von Angst,
keine Tränen,
sie wollen einfach bleiben,
die abgelehnten Asylbewerber.

Ich sah sie unter dicken Decken
zur Osterzeit,
einer kühlen
und frostigen nachts.

Sie fütterten ihre Kinder
heimlich
mit Biskuit und Milch.

Und auf dem Gare du Nord,
dem stillgelegen Teil,
weil umgebaut wurde,
tummelten sich Scharen
von Afrikanern
friedlich,
aber sie gingen nicht weg,
sie blieben.

Hinter einer Bretterwand
hörte ich arabische Stimmen
aus Nordafrika,
eine Frau, die leise etwas sagte
zu ihrem Nachbarn.

Auf dem Rückweg zu meinem Hotel,
Hilton on the Plaza,
sah ich ein älteres Paar,
auch wieder unter Decken
sitzen
und warten,
was geschah.

Nichts geschah,
die Leute sitzen und warten,
und war doch ein schöner Ostertag
mit den Menschenmassen
am Groote Markt.

Natur und Mensch
sind doch schon einmal international vorbereitet
auf Konferenzen
auf Kriegsereignisse.

Keiner will sie,
der Hauptfeind ist die Überbevölkerung
weltweit.

Ich wollte halb vier laufen
gehen,
das schüttelt sich ab,
der schlechte Gedanke
beim Joggen,
und nach den Weltreserven suchen,
aber es waren keine mehr da.

Lautes Lachen
nur um des Dompteurs willen,
Gott,
das ist Gott
für den Menschen,
der sehr passiv ist.

Das ist es ja, was nicht klappt,
nicht funktioniert,
der Mensch verweigert sich,
also muss man nachhelfen.

Gott,
es ist wirklich sinnlos
der Eifer
um ihn,
der Mensch begreift es sowieso nicht.

Die Schmuckelemente der Natur,
der Mensch
mitten hineingesetzt,
das Paradies
ist aus,
es gibt es nicht mehr.

Im schrägsten Nuttenkrach
nicht wiedergefunden
deine Stimme.

Weil ich als nächstes mit Unwissenheit auf die Schule geschaut habe,
unser Volk will es
so,
aufs Maul.

Ganz neue Töne
des Westens,
there is a lot.

Ein schmutziges Gedicht
und nicht wieder sauber,
niemals.

Das ist der Unterschied
zu deiner Dichtung,
die Lichtung fehlt.

Das Leben geht weiter
auch ohne dich,
nicht eine Sprache soll es regeln,
aber das Leben
selber
verhängnisvoll.

Ruft er an,
den Gott,
es werden ganz andere Prämissen klar,
der Mensch.

Das kann doch nicht deine Sprache sein,
das Schädliche, das Schlimme,
einmal nachgedacht
erklimme
die klassischen Höhen!

Die Kommentare verbieten sich
in den Medien
daraufhin
umfangreich.

Die äußeren Umstände
sind wichtig,
in denen du lebst,
schenke ihnen kein Gewicht
übermäßig.

Denn du bist wichtig,
deine Persönlichkeit
in dem Ganzen.

Geschichte genannt,
Entschuldigung,
Schnee von gestern,
das Wort.

Am richtigen Ort
zur richtigen Zeit
rechten.

Wortreligion,
Religionen
des Dichtens,
ich weiß nicht viel,
sie werden mir gegeben.

Verliehen
mit viel Gefühl,
ich bin ein Opfer
dieser Art.

Mundart
genannt,
hörbar.

Schwingungen
in der Luft,
aber nicht aus Luft,
ernst gemeint.

Mit jedem Jahr
wird es mir klarer
vor Augen
gestellt,
was die Rede ist,
was sie wert ist.

Einen schwer verletzenden Einfluss ausübend
auf das Gemüt,
auf die Seele.

Johannes Lichteruh, 2023

Hinterlasse einen Kommentar