Geflecht

Die Welt ist ein Schemel,
auf dem du stehst,
nicht wahr?

Du nicht allein, Gott,
wir sind mit dir verbunden
auf Ewigkeit.

Der Abstand ist wichtig,
für mich als Dichter
das Gegenüber,
die Welt,
wie ich sie erlebe.

Es muss dir auch gezeigt werden
im Gedicht
licht und sauber.

In der Luft untergebracht zu werden,
ist nicht leicht,
das schwerelose Gemüt
gibt es nicht,
noch nicht
in dir.

Auch die DNS
musst du abgeben,
die DNA gehört dazu,
solange sich regelmäßig das Fleisch wieder meldet
in dir.

In die Ecke taumeln,
nicht wahr?
Die Philippika,
die Kernaussage
gegen wen,
gegen dich
selber?

Aber nur so findet Wandlung statt,
hast schon recht,
findest du zu dir selber.

Der erleuchtete Weg
allen gemeinsam,
den heiligen
Menschen
unter sich.

Ich falle in den Modus Schlaf,
ein Heim besoffen
bin ich.

So im Viereck springen
im Leben
gefällt mir nicht,
aber es hält an immerzu
dieser Zustand.

Wer trifft die Wand
mit beiden Füßen?
Steht auf dem Boden
sicher
mit dem Rücken.

Die Restkarten noch bekommen
des Lebens,
an der Abendkasse.

Offene Beine haben
und einen offenen Arsch dazu,
das ist die Politik von heute,
vermasselter Hirntopf,
den die Menschen haben,
die Dekadenz
im Gemüt.

Eintopf
in der Seele,
aber sie wissen es nicht,
Suppe undefiniert.

Unsere Kultur ist so abstrakt
geworden,
und übermorgen schlachten wir ein Schwein,
das wir selber sind.

Ich bin kein Kind
meiner selbst,
ich will erwachsen sein.

Die äußeren Ursachen bekämpfen die Krise,
das ist aus Deutschland geworden,
das Schweigen als Disziplin,
das Flüstern als lauter Ton
نفس ألشئ ,
so sei es!

Oder
die Financial Times,
in den Redaktionsstuben
tummelt sich die Wahrheit,
möchte schön haben
die Gesellschaft.

Aber es klappt, funktioniert nicht,
das Morgengrauen
wird zum Sonnenuntergang
und umgekehrt.

Blinde Erbschaft
einfach zum Wegdrehen,
wer hat das ausgelöst,
das Chaos der Welt?

Durch die Hölle gegangen sein,
durch die Hölle gehen,
plus die Bonusrechnung
des Lebens,
wenn du eine hast
zu vergeben.

Der Schenkgeber
bist du,
der Beschenkte ist
Gott,
der Heilsbringer
auf allen Wegen
des Lebens.

Haben Angst im Blut
die Tiere,
die Menschen feindlich sind
ihnen.

Die Honigversorgung
klappt nicht,
die Erde ist kein Paradies
geworden.

Bedenkenträger in der Luft waren,
aber nicht auf der Erde,
das Reisegeld vergeudet
in den Himmel.

War keiner dabei von den Menschen,
der es schaffte,
auch du nicht
bisher.

Mein Freund
und Wandergeselle
durch die Zeiten,
bereite dich darauf
vor!

Blaue Ampel geben,
kein Grün
demütig, demütig.

Der Himmel ist weit
und bereit,
dich aufzunehmen.

Eine schöne Zeit,
du wirst schon sehen,
das Paradies steht bereit
für dich,
versprochen!

Durchfahrt
auf allen Kanälen,
eine Möglichkeit,
habe ich selber um Asyl gebeten.

Und das Gebet war laut,
ohne dass ich es hörte,
war Atheist gewesen
lange Zeit.

Meine Schuld,
und meine Zeit
war verloren gewesen,
bis heute,
das bereue ich.

Hat einen Typen verändert
wie mich
im Gebet,
im Gedicht.

Es ist nichts anderes
als beten,
im Gesicht
das Beten.

Das Lied festhalten,
das du immer gesungen hast
durch all die Jahrhunderte.

Lost paradise
wiedergewonnen,
regained
Hilfe.

نفس ألشئ , (ist) dasselbe

Johannes Lichteruh, 2023

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