Buch

Frontdeckel

Man kann vielleicht verzichten auf das milde Wetter,
in der Seele
aber nicht gänzlich,
wenn man den Mund aufmacht.

Man regt sich auf
permanent
über den Lauf der Welt.

Das Schneegestöber,
der Brandbeschleuniger
der Seele,
ich kenne ihn auch.

Es ist so ein Harm,
ein Schmerz,
ein Stechen
in der Seele.

Und Angstgefühl
auch,
was man doch herzlich bekommen hat.

Scheiße, der Erlebnisbericht
hart und kalt,
und deshalb sucht man die Liebe
obsessiv.

Die Sexualität
im Sterben noch
im Gewühl der Menge,
der Massenzuflucht
zu sich selbst.

Kollektivismus
der Seele,
die Bedrohungslage,
die Grenze,
die nicht überschritten werden darf.

Es sei denn, du fühlst dich stark
genug,
ein Individuum zu sein.

Ewige Summen machen es ab,
die Schuld, die du dir aufgeladen hast
im Laufe der Inkarnationen,
myriadenhaft.

Du warst kein Mensch,
du warst ein Tier,
hattest Angst
vor deinen Fähigkeiten,
über dich hinauszugehen.

Dann war immer Stopp,
bis hierher und nicht weiter,
die Leiter aber weiterführt
bis in den Himmel.

War dir nicht bewusst,
heute und jetzt,
die dich übersteigen
könnten, die Kräfte,
du hast sie.

Dann müsste man dich beobachten, wie du das machst,
startest los wie Blücher,
wie Heim-Fisch
ins christliche Jahrhundert,
das es nicht gibt
wirklich.

Tatsächlich,
sie alle waren vermischt
mit heidnischen Gedanken,
die Alten,
und wenn es mit Wohlgefallen am Leben ist
und Reichtum.

Zur Zeit
die Not der Bundeswehr
in den letzten zehn Jahren.

So heiß sind natürlich Naturen nicht,
die an vorderster Front stehen,
sind cool
Feuersäulen.

Es macht Spaß,
es ist Krieg,
man reibt sich die Hände.

Und auch am Kanonenrohr,
man hat es lieb,
man tuschelt mit ihm
verwegene Lieder
und säuft sich einen an.

Ich hatte das Modell geschasst
und komme nun doch hinein
in den Krieg
erneut,
den ich hasse, hasste.

Achtung, die TV-Debatte
ist wichtig,
wichtiger
als die Handlung
vor Ort.

In deinem Laden muss das funktionieren,
dem Kriegsschauplatz
Europa,
was den Preis verändern wird
für deine Seele.

Nicht mehr tot am Wasser,
aber Wasser trinken
des Lebens,
meines Wissens
unerschöpflich.

Ruhe sanft,
aber nicht der Tod
auf der Vorrundensiebzig,
es wurde schon einmal ein Fall aufgeklärt,
aber er vergaß ihn,
den es betraf.

Inkarnation verloren,
er lebte umsonst,
er durchschaute das Leben nicht,
es war ihm nicht wichtig,
es war nur Tandaradei.

Und das bist du
bei deiner Geburt,
herrschaftlich,
überheblich.

Aber der Boden war abgefüllt
mit anderen Menschen,
die wirklich welche sind,
wer ernstlich daran arbeitet,
wird siegen.

Die Farben liegen bleiben,
das Rot und die rote Kotze,
die Arbeiterbewegung,
die mühselig geschrumpft ist.

Einen weiteren Rückgang gibt es nicht,
der Mensch ist korrumpiert genug
vom Kapital.

Du fühlst dich nicht so wohl darin,
nicht wahr?
Für dich war wichtig
allemal
die Seele.

Ist völlig unedel,
was geschieht in der Welt,
du bist kein Jösi,
aber umstellt davon,
von Menschen, die unehrlich sind
zu sich selbst
und lügen.

Vor allem
wieder Menschentraktate,
die du schreibst
überheblich.

Was schon lange feststeht,
du schaffst es nicht,
den Menschen
zu lieben.

Ich reiße dich aus den Klauen
des Hasses
mit Liebe,
die du erwiderst,
erwidern wirst
mir.

Dein Los ist, Weltmensch zu sein,
Nomade zwischen den Welten,
ich habe mir etwas Neues gekauft,
das ist der Mensch in seiner Blüte
der Jahre.

Wenn er wirklich reif ist
zur Kommunikation
mit mir,

spricht mein Gott zu mir.

Rückdeckel

Und ich schreie vor Glück,
ich kann nicht mehr,
ich kann nicht mehr dichten.

Ich bin glücklich,
die Währungsunion
mit mir selber.

Einen ruhigen Partner finden,
das will ich,
Gott.

Das ist Gott,
meiner,
willentlich
und lieblich
von mir selbst
gewünscht.

Bis der Traum weggezerrt ist
vom superheilen Menschen
an sich.

Den gibt es nämlich nicht
auf Erden,
glaubst du nicht?

Dann schau dich um,
du wirst ihn nicht finden!
Diogenes mit der Laterne,
nächtlich und auch tagsüber nicht.

Was ihm nicht gelang
in der Antike,
kann heute im Technikzeitalter
schon gar nicht stattfinden.

Der Mensch ist für sich
eingeigelt in seinen Schranken,
die er sich selber auferlegt,
auferlegt hat
seit der Kindheit.

Fix und Foxi
bei Nacht und Nebel,
das musste ich mir von Anfang an mit ansehen,
du hattest wahrscheinlich deine Lügen im Auge
schon,
als du geboren wurdest.

Schwachsinn und Korruption,
die Lage
überall.

Ich fand es toll,
machte mit
und schloss mich an.

Das ist die höchste Herausforderung,
dass man das machen kann,
sich distanzieren,
wenn man will,
der Wille ist wichtig.

Die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt,
da werden die Ordnungskräfte zusammengestellt
und passen auf,
sie erscheinen in deinem Traumbild
als Menschen
verkleidet,
aus Fleisch und Blut.

Und das ist gut
so,
der Mensch kann sich identifizieren
damit.

Das Schmierbuch,
deine Dichtung,
die Zettel
nehmen über Hand.

Die Indianer sind weiter vorn gelandet,
die schriftlosen Völker
nahezu.

Wo ich nicht bin
in der Hierarchie der Engel,
aber wochenlang
Keimsoße
im Magen,
das Kotzprodukt.

Die Schlechtigkeit der Welt,
das Ergebnis haben wir in unseren Tagen,
es ist Krieg
wieder einmal.

Auch in Europa,
wenn wir Pech haben,
am östlichsten Rand brodelt es schon.

Das Erlebnisbad davon,
nicht wahr,
die Welt?

Ja,
das Fernsehen,
die Wendeltreppen
in unseren Herzen.

Wir gehen mit
und schauen zu,
verbiegen uns,
stimmen zu
oder auch nicht.

Und stehen ratlos da,
wir sind nicht wehrfähig,
tolle Politik,
wunderbar!

Der Wohlstand ist alles,
ist alles über der Welt,
ich will Deutschland
Aufmerksamkeit schenken
in dieser Hinsicht.

Und kritisieren
bedrohlich,
bis es fällt
in einen Schlummerschlaf,
der es aufrüttelt.

Sei endlich konsequent
für den Frieden,
mein Deutschland!

Das macht den Frieden aus
zwischen den Menschen,
meine große Liebe.

Das kam vom bürgerlichen Namen
in die Hand gedrückt,
da hast du
das Goldstück,
es!

Der Reichtum,
der Wohlstand
unermesslich.

Es war die bürgerliche Gier,
nicht die Revolution,
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
schnell gebrochen
war eine Einbahnstraße
unter den Reichen.

Der Antreiber,
der persönliche Notfall,
der du bist,
meine bürgerliche Kanaille!

Sowohl die Unterkunft,
als auch der Tod,
das Grab,
das wir uns geschaufelt
haben damit.

Das Schutzgebiet,
der Tod,
der immer gleichen
Sauereien.

Was geschieht
im Krieg,
juckt uns nicht im Geringsten,
weit entfernt ist das
noch
von uns
im geruhsamen,
artigen
Deutschland.

Und so in Sünde,
in solcher Sünde
in Bereitschaft des Todes,
ihn zu empfangen
ohne Widerstand
und Häme.

Horrorszenen,
im Kampf wälzt sich der Tod
voran.

Und frisst die Menschen
auf,
sein Maul ist groß,
riesengroß.

Unvorstellbar,
wie Menschen sich so etwas antun können
freiwillig,
ich nenne es Frieden,
kein Frieden?

Johannes Lichteruh, 2023

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