Abiturwissen
verbreiten,
das kannst du.
Nierenspektakulär
dir fehlt die eigentliche Weisheit,
die Dichtung,
die tiefgeht,
ich gebe sie dir nachher.
Du wirst schon sehen,
ins Feuereisen gehen,
die Zangen glühen.
Okay, dein Höllentrip,
du willst ihn,
nicht wahr?
Dann gibt es wieder den neuen Verstorbenen
im neuen Gewand,
das dir auch wieder nicht passt,
was willst du
denn?
Frei sein
von aller Nötigung der Existenz,
Tiger im Schlafanzug.
Das gibt es nicht,
sage ich dir,
ehrlicherweise
du liebst den Widerspruch.
Bis dahin war die Insel eine Insel der Seligen,
bis du kamst,
der Tod kam angesegelt
und brachte die Seele heim.
Das kann doch nicht so schwer sein,
nicht wahr,
zu begreifen
die Wahrheit?
Die unumstößliche Wahrheit
des Menschen,
Leben und Tod.
Und die Zeitspanne dazwischen
die Fußsohlen glühen,
du kannst nicht mehr laufen in den Tod
barfuß.
Was seine Gültigkeit hätte,
aber du bist beschuht,
vom Leben
belastet.
Du brauchst eine weiche Unterlage,
der Schotter war zu hart,
der Güterzüge
Lauf.
Im Zweiten Weltkrieg
in die Krematorien,
weißt du?
Ich sehe das Bild,
ich habe es vor Augen,
du ein Kind,
du dabei.
Unter den vielen Menschen
das Geschrei und Geheule,
mutterseelenallein
du,
wo ist der Vater, die Mutter?
Später
ein fürchterliches Bier,
das du trinkst
für 15 Cent,
aber es schmeckt dir
trotzdem.
Du hast überlebt
und erholst dich
von dem Schreck
in Gedanken.
Wo ich mich hingesetzt habe
bei diesem Preis,
ist das möglich,
wie lange noch?
Geiz kennt keine Grenzen,
vor allem nicht zur Weihnachtszeit,
die teuer genug ist
wegen der vielen Geschenke
für die Enkel.
Wegen der Sicherheit,
Wohlwollen und so,
dass sie dich lieben.
Aber das Trübste ist,
du lässt dich volllaufen
mit diesem Bier,
und deine Gedanken schweifen ab
in den Zweiten Weltkrieg,
den du nicht kennst
wirklich.
Die Empathie
bringt ihn dir zurück,
Erinnerungen, die es nicht gibt,
aber da sind,
als wären es deine
persönlich.
So ist das Leben
zu Weihnachten,
braune Augen
intermediär,
die staunen.
Kulleraugen
der Kinder
und Gier auf das Leben
Funken sprühen.
So ist das Leben,
nicht wahr?
Der Energieminister behauptet,
das wär in Ordnung.
Glaubst du nicht,
bist du nicht in Ordnung,
so ist die Logik
heute
neuerdings.
Was rede ich stundenlang hier vor mir her?
Ein Meer von Worten
würde nicht genügen,
um die Wahrheit zu heben
aus dem Dunkel
der Unkenntnis
über uns selbst.
So ist das Leben
heute,
angepasst
an jede Lebenssituation,
Frustration
inklusive.
Runtergehen
von der Pedale
des Kraftwerks
des Herzens.
Einfach einen anderen Gang einlegen,
einen langsameren,
dann lebst du länger.
Der Weg kilometerlang ist bis zum Tod,
du erreichst ihn mit Geschwindigkeit schnell,
immer noch
schneller als dir lieb ist.
Du hast Zeit,
nimm sie dir,
damit du klüger wirst
in deinem Leben.
So ist das eben,
die Frauen verstehen das besser
und schonen sich,
zermürben sich nicht
am Lebensende.
Aber du
mit deiner Dichtung,
die nicht endet,
nicht enden will.
Du willst nicht,
das ist der Unterschied zu ihnen,
den Kreativlosen
generell,
die sich konzentrieren
auf das tägliche Einerlei,
denn das endet am Abend.
In der Nacht
in der Regel
das Tagwerk geschafft,
jetzt gehen wir schlafen.
Die Grippe,
ein Fluch
deiner Stimme
heute
und jetzt,
die Linksbeterfraktion,
die du nicht bist,
sie macht dich krank
auf lange Zeit.
Muss seidig gemacht werden
die Wahrheit,
ein Messer,
das alles durchschneidet.
Was nicht niet- und nagelfest ist
in unserem Leben,
felsenfest ist.
Über den Traum kommen auch keine Aussagen,
ob ich leben oder sterben soll,
ich warte darauf,
das Los sei mir beschieden.
Kapitalistische Raute,
wenn die Spaßrute ausfällt,
Zuckerbrot und Peitsche
Optimismus spenden,
Heuchelei.
Du betrachtest auch immer das Tier in mir
berechtigt,
was ich sage, ist dir einerlei
eigentlich.
Danke
fürs Zuhören,
danke für nichts.
Wenn die Finanzierung durch ist,
bist du zufrieden,
oh, die Rechnung,
wie es uns wieder einmal geschieht,
wenn die Gottheit zürnt!
Solange du lebst,
sei froh, dass du lebst,
und genieße das Leben,
es ist bürgerliche Revolution,
so lange lebt sie schon.
Das Geld
regiert die Welt,
sagte ich schon
des Öfteren.
Sich auf konservative verlassen,
Nothilfen,
dann bist du verlassen.
Ich kann dich aus dieser Funktion nicht entlassen,
es sind Klassen von Menschen,
die für mich arbeiten,
danke!
Dafür
du hältst das Panier
sehr hoch.
Gemeldet hatte er sich schon im Juni,
Gott,
ich war aber zu faul, mir einen Termin geben zu lassen.
Zu nachlässig,
das ist meine Art
zu leben.
In dieser Welt
Geld, Geld
ist wichtig.
Der Warnschuss,
nicht wahr,
der ankam
bei dir?
Um sich in der Sternenwelt auszukennen,
Auferstehung im Fleische,
und nicht in seiner Dekonstruktion
der Inkarnation.
Wäre schön
zu sehen
immer immerdar,
so zum freien Genuss.
Jetzt fehlt bloß noch die Auswertung,
die Abrechnung
deiner Lebenszeit,
hast du den Überblick?
Ja,
werde solche Bilder nie vergessen,
ich bin vermessen genug,
um das zu sagen,
sagen zu können.
Johannes Lichteruh, 2023