Klangkörper

Die Musikpläne,
sangesfreudig bin ich nicht
angesichts der Gicht der Gefühle
im Herzen.

In dieser Welt
der Pop gefällt
auch mir.

Die Klassik um so mehr,
die schöne Stimme,
weiblich
besonders vor allem,
müssen wir vernetzt
einkaufen.

Es lebe die CD!
Ich höre jetzt die Netrebko,
sturmreif ihre Stimme,
lieblich
und ohne Argwohn.

Leicht, als gäbe es sie nicht,
die Atmung,
die wichtig ist
im klassischen Gesang.

Du trägst light
eine Unterhose schwarz
trotzdem.

Deine Brutalität
ist sprichwörtlich
im Sex.

Wie passt das
zur klassischen Musik
lieblich?

Und tief rammt der Stamm
des Penis
sich ins Weltall,
das dunkel ist.

Auch
rau und holzig
ist die Oberfläche,
schwarzgerändert
mit Kerben von Alter
und Linien.

Es ist das eherne Gesetz
der Begattung,
geht tief in den Schlund
hinein.

Die schwarzen Löcher
sind klein,
dagegen auch die größten
im Weltall.

Von Stunde an
bin ich allein
mit dem Problem.

Der Sex könnte größer sein,
aber ich will nicht
ihn.

Ich will etwas anderes,
was?
Musik hören.

„Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“,
mein Drama,
das Tragische
geschieht nicht im Licht.

Aber in der Grausamkeit
der Dunkelheit
höre ich es.

Höre ich es schreien,
es ist der Krieg
der Völker
gegeneinander.

Ich kann ein Lied davon singen,
ich bin ein Kind meiner Zeit,
in der Antike hat man sich einfach keine Gedanken darüber gemacht,
der Krieg gehörte zum Leben.

Bis auch Karthago fiel
in die Hände der Römer,
alles auf eine Karte gesetzt.

Handel und Frieden
funktionierte
damals schon nicht.

Die Friedenspartei siegte
in Karthago,
die Römer machten es platt
trotzdem.

Hasmonäer,
die Hamas-Sachen
gehen zurück,
die Mutproben
gegen den Islam.

Lass doch unseren Gott nur etwas Handelsübliches machen,
und schon ist es vorbei
mit der Freude,
es ist Krieg
zum Entsetzen der Menschen.

Wir können es nicht leiden,
aber lieben diesen Zustand
in unserem Land
wohlgenährten.

Summa summarum
hört es sich an wie ein Lied,
das keiner singen kann.

Wer stimmt es an,
des Friedens Licht?
Ich nicht.

Könnte man ja eine Geschichte darüber schreiben,
aber das Fake ist nicht neu,
wir alle lieben die Lüge.

Uns erwartet eine lange Tradition des Schweigens,
der Krieg ist aus,
und alle gehen nach Haus,
wieder erst danach.

Und niemand lernt daraus,
was damals geschah,
als noch Krieg war,
nicht wahr,
oder habe ich recht?

Ich bin ein Knecht meiner Seele,
die mir das sagt,
was schreibe ich denn auf?
Nur ihre Befehle.

Darf man mit Aufwand darauf hauen?
Ich denke, ja,
die Welt ist ein Amboss,
ich bin der Hammer.

Die Kanonensäfte,
die Sperma-Abläufe
bleiben aus,
kommen nicht mehr.

Ich bin alt,
ein alter Mann
und weiß.

Und verwest
mein Leichnam
unter der Erde?
Bloß nicht!

Seebestattung muss her!
So mache ich es,
Sperma
so einfach
ins Wasser lassen.

So einfach geht das,
das bin ich
dann.

Sauber um Schamhaar
und Kinn,
kurz mal rübergefahren
in den Tod
auf dem Nachen,
die Elbe
der Deutschen.

Sie alle stoße ich um,
die Menschen,
mit meinen Gedichten
wie angekündigt
zeit meines Lebens.

Warte auf diesen Höhenflug,
den Tod,
deinen!

Gemeingefährlich,
denn wenn du es schaffst,
schaffen es auch andere,
das ist dein Beitrag
zu dieser Lust
des Sterbens.

Das erste Mal mein Herz verpflanzen
in Gott
wirklich.

Der Tod, eine kommensurable Größe,
schäbig ist das schräge Wissen davon,
wenn man es nicht tut,
die Erkenntnis,
die bloße Erkenntnis
nur.

Den Menschen, die sich nicht trauen,
offen ins Gesicht sagen,
dass sie feige sind.

Minikraft,
nicht mehr,
im Angesicht der Dimension
unerschütterlichen,
was der Tod ist.

Die Identitätsflügel,
mit denen du fliegst,
die wirklichen
sind keine Teufelsschwingen
durch die Welt.

Unter den drei Sonnenleichen
bist du eine,
ein Individuationszeichen.

Ein Abzeichen
an deiner Brust,
eine Auszeichnung.

Ich sage dir Dinge,
die keiner hört,
ist das schön?

Ja,
die Menschheit hat ihre Niederlage noch nicht so recht erkannt
gegenüber Gott,
aufs Schafott der Gefühle
gehört sie.

Die Musiktage sind vorbei,
die schönen,
ich muss gähnen,
die Schalmei
bläst zum Abzug,
Kriege zerstören sie
weltweit.

Dein Fische-Konsum,
sonst nehme ich mir Szenen vor,
ist enorm,
die christliche Religion,
damit kannst du dir eine goldene Nase verdienen
.

Ich bin wirklich kein Mensch, der geizig ist,
aber das gebe ich dir,
das Glück
auf Erden
für deine Taten.

Hilfreich und gut zusammen
im Leben,
gönnt sich jemand den Frieden?

Wenn man sich überhaupt noch für dich interessieren könnte,
dann nur so,
unterprägnant
die Wahl
deiner Wahl
des Lebens.

Johannes Lichteruh, 2023

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