Dein Körpergewicht
schwindet,
du trocknest aus.
In der Wüste,
man hat dich hineingelegt;
welche Hand,
die eines Freundes?
Dein Aufenthalt
bis vor dem Tod,
dich hat geknickt
der Vater,
du stirbst.
Und faulst nicht ab,
wie im feuchtkalten Europa
das Grab.
Man hat ein Fehl-Auge im Leben,
wenn man das nicht erkennt,
Gott und der Mensch
gehören zusammen.
Du rächst dich ohne Power
mit Worten,
du bist machtlos
gegenüber der Welt.
Und Geld zählt auch nicht,
wenn du nicht mitspielst
konsequent.
Schlägst du neue Ziertöne an
mit deiner Dichtung,
Irrwege,
die man gehen kann, aber nicht muss,
das Auge auf die Ereignisse,
die unwichtig sind.
Auch nur mit der Stimme,
der Mensch ist in der Lage, andere zu gefährden,
dann macht er sich aus dem Staube.
Menschen,
sie bremsen dich aus
psychisch,
sie foltern dich
physisch.
Ein Tier
hat mehr Balance
innerlich,
es kotzt mich an,
ein Mensch zu sein,
unter der Masse
bricht zusammen
jede Kultur
zur Zeit.
Und wenn du nicht weggehst,
dich nicht isolierst,
fangen sie dich ein
und machen dich zum Sklaven
ihrer Tandaradei.
Das Leben, wie es ist,
du willst es nicht,
du willst mehr können
als dein Gewicht,
über dich hinausgehen.
Dein Körpergewicht,
Bauch
und Sexualität
stören dich
im Licht
deiner Erkenntnis,
reg dich nicht so auf!
Kann man ins Wasser kippen,
die Sintflut kommt,
die Meere steigen
über ihre Ufer.
Anschnallzeichen nicht vergessen,
der Mensch braucht eine Orientierung,
der dumme
Seeluft-Anhänger.
„Ach, wie frisch das riecht“,
‚duftet‘ kam nicht über seine Lippen,
die Arche Noah.
Ja, alles Scheiße, dieses Leben,
ja, als Höhepunkt
im Alter
nicht schön,
rette sich, wer kann.
Was denkst du über die Krebstherapie?
Positiv,
na, denn!
Feuerwachen,
das ewige Licht,
reiß dich zusammen
im nächsten Leben,
ich will dich nennen
bei Namen, die du noch nicht kennst!
Dort sei eine Münze gefunden worden,
die tatsächlich echt ist,
die Seele
weiß obenauf,
blutig innen.
Unschuld und Sünde zugleich,
das muss sich ändern,
die Art des Geldgebens
interessiert mich nicht.
Der Lieferstopp,
ich bin arm,
die Rente ist klein,
aber mein.
So soll es immer sein
bis an mein Lebensende,
der Laune verdanke ich nur ein paar Männern.
Sie haben mich gef*ckt,
und ich sie auch,
geblieben ist das Dilemma
des Analkrebs.
Ich möchte ein echtes Ding draufhaben,
die Auseinandersetzung mit dem Tod
ist mir wichtig.
Ich hätte es sonst nicht gemacht,
nicht in dieser Intensität,
den Tod betrachtet
und mich vorbereitet
auf ihn,
das ist Gnade.
Such mal den plumpen Mond heraus,
er soll dir ein Wegweiser sein,
in der Dunkelheit
Romantik.
Apolitisch,
jetzt kommen sie alle und jammern,
sie haben nicht die Welt erkannt.
Knie-Stürmer
sind sie nicht,
sie kennen nicht das Gebet
aufrichtig.
Hinterher qualmen dir die Socken
vom Weglaufen,
aber das willst du nicht,
du bist ein Widerspruch
in sich.
Du willst siegen,
und das spiegelt sich wider
im Leben.
Positiver Langschlaf,
wenn ich den nur hätte!
Wer schenkt ihn mir?
Lückenlos aufklären,
das will ich,
das ist eben das Ekelhafte
in ihrem eigenen Sumpfgebiet,
ein großes Lied will ich singen
der Menschheit.
Sie ist verrottet,
kein Weg führt mehr zurück
zum Menschen.
Weihnachten,
ich bin wieder da,
ich habe mein Anker-Kreuz,
hurra!
Ich habe gesiegt,
das Lied, das ich gesungen habe,
war erfolgreich
in mir da,
und nicht grundlos.
Ich habe es gesagt,
und betagt bin ich auch,
ist würdevoll
in einer Zeit,
die verrückt scheint
und ohne Order.
Johannes Lichteruh, 2024