Zu mir
Nicht schön,
aber sparsam im Gehirn,
wenn in diesem Haus nicht alles zusammenbricht,
bloß mit Masse und Statistik
Europa.
„Ich will mehr, ich will mehr
Länder dabei haben“,
sagte der Politiker
ohne Sinn und Verstand.
Europa platzt aus allen Nähten,
früh schreibt Schreibweise
etwas vor
über den Tod.
Kraus oder blass,
die Leute öffnen sich meinem Schrein immer vorsichtsvoll
und lesen mit,
sie sind neugierig.
Sie haben Angst vor der Wahrheit,
die wehtut,
denn sie fordert auf
zum Handeln.
Nach der Wahrheit gibt es nichts mehr
zu verhandeln,
sie steht fest
wie ein Fels in der Brandung.
Auf der Suche nach einem echten Platz in der Gesellschaft
aus dem Gästebereich gestoßen einer anständigen Karriere,
das war ich,
das bin ich.
Die Machthaber waren froh,
dass sie mich los waren,
der DDR,
ich reiste aus
in den Westen.
Dazu gehört Fingerspitzengefühl,
das zu ignorieren,
die Schwere
des Ereignisses,
und Diplomatie mit sich selber.
Ich tat es mit meiner Seele
und starb darauf
den Heldentod
für mich selber.
Das tat weh,
es gab keinen Platz für mich
in der Geschichte.
Und auf einigende Substanzen verzichten,
Drogen,
wollte ich nicht,
ich nahm sie trotzdem nicht
wegen der Gesundheit,
ich blieb standhaft.
Zum Ausgleich
Wir befinden uns in einem deutlichen Himmelreich,
und du merkst es nicht,
willst es nicht merken,
bist du Atheist?
Pimpern willst du nicht,
du willst es richtig haben,
der sexuelle Bedarf
ist enorm.
Denn Erotik ist Liebe nach Bedarf
körperlich
nur.
Folglich
bist du in der Welt
angekommen,
du bist triebstark.
Kuschel-Papst,
der du bist,
den wir endlich beenden müssen
mit dem Tod?
Wir sehen ein dunkles Grün
in deinem Gesicht,
du bist schon tot,
von wegen, wir sehen Rot!
Nein, wir sehen Grün
aus einem gut gefälschten Buch
der Bibel.
Sterben,
eine vernünftige Alternative
zum Tod.
Und wiederauferstehen,
wissenschaftlich machst du Kringel,
du glaubst daran, was die Wahrheit ist,
genaue Textlösungen, so
wird das nichts.
Das Handeln wird wichtig,
Christus hat es vorgelebt,
im Garten Gethsemane bat er
um ein Gesicht.
Das war schon alles
und nichts
dieser Welt.
Dass der Kelch an ihm vorübergeht,
er bat darum,
aber es nützte nichts
am Ölberg.
Er hatte sich in den Strudel begeben
der Gemeinnützigkeit
und musste sterben
deswegen.
Christus hat nicht geschrieben,
das taten Andere
vor ihm und nach ihm
beflissentlich,
Fälschung?
Die Überschussreisen
ins Paradies,
immer hin und her,
kennst du noch nicht?
Das wird ein Wunder
sondergleichen
für dich.
Echter Wechsel
zwischen Leben und Tod,
hinterher berichtet
in der Dichtung.
Warum nicht,
solange der Boden hält,
auf dem du stehst
solide!
Das Paradies,
ich kann es kaum erwarten
für dich.
Gemischt, in eins
Sind die Großen nun Verbrecher geworden,
die die Kleinen beschützen sollten,
die Macht
eigentlich
haben sie,
aber sie tun es nicht,
sie denken nur an sich.
Von Anfang an
dein Reiseplan,
sagen wir,
im Schönen machen wir uns etwas vor.
Was ist schön?
Klimabeherrscht
sind wir alle,
eine gute Rechnung
fürs Leben haben.
Bequem und gemütlich
funktioniert nicht,
unser Traum,
ob er nützlich war
vom Glück
individuell?
Im Kollektiv
das Paradies
zurückgeschraubt
und wiedergewonnen?
Das ist eine unzertrennliche Trennung,
die nützlich war,
die Welt zu erobern.
Jede Religion schiebt ein bisschen Welt an,
sie geht nach vorn,
sieht den Fortschritt,
und alle greifen zu.
Die Menschen
bis hierin
und nicht weiter.
Cooles Rechtssystem,
nicht wahr?
Ja, das soll dann jetzt Väterchen Frost regeln.
Zu den Russen geh ich nicht,
Krebsstation,
Solschenizyn.
„Wir haben eine Erhöhung um die Hauptachse des Blutes bewirkt,
so kommt der Krebs zum Stillstand“,
das hat eine Duftfreundin von mir gesagt,
sie liebte Parfüme,
ätherische Öle,
ich auch.
Wir hauen dir eins rüber,
bis eine Überdosis entstanden ist
der Chemotherapie,
und du stirbst.
Das soll dich an die schlimme Zeit des Krebs erinnern,
wenn du dann weiterlebst
im Himmel.
Die Winterverschalung lässt du weg,
die Kälte des Herzens,
dein Ergebnis
summa summarum.
Die Zeit ist eine inkommensurable Größe
kommensurabel,
wir wissen nicht, was sie ist.
Der Tod kommt
unweigerlich
in deinem Gemüt
früher, als du denkst,
du ahnst es schon
Tage vorher.
Den Aufschluss bröseln
deines Lebens
wäre schön,
deiner Sippschaft,
du unterscheidest dich von ihr.
Du schaffst es nicht im Leben,
es ist zu dünn deine Erkenntnis,
kein Getränkevorsatz,
keine Drogen.
Alkohol muss nicht sein
in einem viel zu engen Ventil
in der Welt,
wer öffnet es?
Die Luft muss raus,
du kommst nach Haus
und bist frei!
Der Klingel-Eifer,
den du eh nicht gesucht hast,
Mohamed hat ihn gesucht.
Prophetie
ist auch deine Neigung,
das Schweigen im Himmel
ist nicht dein Ding.
Mir sind Mädchen runtergefallen
aus dem Gedächtnis,
schade!
Du bist abgesprungen,
wochenlang kann Hilfe entstehen,
du weißt es nur nicht.
Kriegen wir nicht aufs Fahrrad
deine Tretmühle,
dein Gemüt,
beweg dich!
Für alles gibt es eine Nebensache,
für dich nicht,
du bist die Hauptsache.
Legal
das ewige Leben,
der Mensch.
Johannes Lichteruh, 2025