Erste Aufstellung
Schulterlang die Soft-Binde,
Infuln;
da steht er nun,
beschwört die Welt,
der Papst.
„Oder soll ich einfach weiterproduzieren,
als wäre nichts geschehen,
die Gebete?“
Die Traummüdigkeit, die dich erfasst,
aber nicht schwächt,
angesichts der deutschen
Geschichte.
„Ich liege noch im Bett,
Krankenbett“,
sagt Prohl.
Und wälzt sich herum
der massige Körper,
dreht sich im Grab,
seinem.
Meinem,
ich lebe noch
hier.
Du nagst an der unteren Saukälte
des Lebens, nicht wahr?
Die, die noch sind, sagen Auf Wiedersehen,
in Ordnung die Menschen.
Das Hörgast-Schwimmen
an den Universitäten,
kein Sauerstoff im Saal,
die Mordwaffe noch im Genick
der Studenten
jüdischen.
Allgemein wird vorm Blutdruck gewarnt,
Bluthochdruck,
so bagatellisiert man das Geschehen
in Deutschland.
Adrenalin
in allen Klassenstufen
der Schulen,
der persönliche Fettausfall,
Bildungsarmut.
Messerstechereien an den Schulen
als Ersatz,
Deutschland aufgefordert
abzunehmen.
Auch die schnelllebige Angst sei dabei,
nicht mehr in einer lebenswerten Welt
zu leben.
Rituale
leben sich aus,
Gewaltanwendung
mit dem Messer
wie anno dazumal.
Wie seit Jahrtausenden,
und keiner hört hin,
hört zu
niemals.
Mit verübter Hand
daran anknüpfend
das Geschrei der Weiber.
Was ist so pflichtig,
wenn man keine Pflichten hat,
die Jugend flippt aus,
softy kreativ
unterwegs
beim Basteln
in den Werkstatträumen
der Museen.
Wer soll das aushalten?
Ich nicht,
ich bin kein Bumerang,
auf mich selbst
Rückwirkung.
Liebt die Fernsehwirkung
total
royal
der Bürger.
Dümmer kann man nicht sein,
lädt einer dich ein zum Bier,
und du bezahlst es.
Das endet in einer Sackwandelgasse,
Deutschland
am Ende.
Doof, Fingerhandschuhe,
wo eine eiserne Faust notwendig wäre,
durch raue Kriegsluft,
die wir einatmen.
Nichts wird sich ändern,
positive Ziele
gibt es nicht.
An der Ehrung der deutsch-sowjetischen Freundschaft
durfte ich teilnehmen
als DDR-Bürger,
Feldmarschall,
alles lief im Gleichschritt.
Jedes Mal, wenn mein Auto fertig ist,
darf ich es zerstören,
Sisyphosarbeit
gegen den Schwund.
Und ich kam auf den Hund
sexuell,
vergeudete Zeit
in den Parks
und Parkanlagen
auf der Suche
nach einem Lover.
Die Vorsehung gab nach,
ich fand ihn nicht,
aber später
in Ägypten.
Zweite Aufstellung
Halleluja,
ich bin weiter
herausgekommen
aus dem Sumpf
sexuellen,
ich brauche ihn nicht mehr,
den Dreck.
Lasst uns weiter Häuser bauen
und Gefängniszellen,
die Zerstörung ist da.
Es lohnt sich zu weinen,
die Hurenwäsche,
was sind denn das für Bäume,
die mir im Wege stehen?
Heinrich V.,
auf dieser Grundlage kannst du agieren,
Krieg.
Einige Worte
einsame,
die dir gefallen werden.
Liebe
und Sexualität,
nicht wahr?
Liebe geschnitzt
aus Fleisch
und Bein.
Das Blut ist rein,
das Blut ist nicht gemeint
damit,
wenn du es willst.
Kopf, Führer
war da,
du!
Das Großkämpfertum
um die eigene Person,
Individuation.
Weil jeder dem Anderen ein Rätsel ist,
komm ich raus
aus meinem Schneckenhaus
und zeige mich
gern
mit all meinen Rätseln.
Wir müssen noch mehr geben,
an Wahrheit
Zunder.
Dies alles als Plan,
als planvolle Geschichte,
und die Gesichte, die die Menschen haben,
interessieren uns nicht.
Was machen wir denn kulturell anderes?
Wir sind auf eine Hoffnung
reingefallen.
Christentum
war ihm nicht mehr gewachsen,
dem Tod.
Wer ist der Nutznießer davon?
Diesen Dauertanz sollte man auflösen,
die Schmutzgrenze ist erreicht,
der Taumel des Abendlands
perfekt.
Kein Mensch ist flüchtig
vor sich selber,
aber pflichtig
für sich selbst.
Moral und Ansehen,
ich stehe für diesen Kreislauf nicht mehr zur Verfügung,
habe alles gesagt.
Heilig sein angestrebt,
mein Schatten über mein Berufsleben
gelegt,
ich bin Rentner.
Umsonst ins Leben gerufen,
nicht wahr,
direkt an der Liederrampe
„wir sind frei, frei“,
und haben es übertrieben
mit der Freiheit?
Und haben es über Lieben
gebracht,
und sich geil einsetzen
für das Leben.
Sexualität,
nicht mehr
und nicht anders.
Du bist kein Lotus-Mann
der Yoga-Jünger,
war es ein Fehler?
Ich denke, ja,
der Himmel schwebt
über dir.
Logos-Pronomen,
ich, du, er, sie, es,
wir alle können
es.
Das ist wie Freitag-Essen,
Kreuzigung,
The Last Supper,
Henkersmahlzeit
nicht schlimmer.
Aber schlimmer geht immer,
Kreuzigung
für was?
Wird es dünn mit den geistigen Maschinen,
lässt der Intellektualismus nach,
wenn es um Religion geht.
Der Mutige ist vorn,
du bist jetzt nicht mehr frei,
du bist an Gott gebunden.
Dritte Aufstellung
Hunger einflößen
nach Gott
ist das Schönste auf Erden,
krümelige Erden,
Sand.
Bitte Platz zu nehmen,
hier geht’s lang zu Gott
im Glauben.
Im Frühjahr brach im Körper, den wir Kirche nennen,
ein Sturm aus,
warum?
Die Jünger Christi wollten wissen, was den Hass ausmacht
zwischen den Menschen,
nächste Generation plant Hysterie voller Blut mit Leichen.
Vorsorgemutter,
wir werden nichts zu verzeihen haben, aber viel zu lachen
mörderisch.
Einfach nicht mehr querdenken,
oh, pfui, ich kann es nicht nur sagen,
das ist eine Funkbelastung
sondergleichen!
Wie beschämend
für den Menschen,
für das Menschengeschlecht
insgesamt!
Wie satte Häuser bauen,
Traumschlösser
in Himmelseinrichtungen,
Bürokratie
auch dort?
Alles eine Frage der Projektion,
du bist wirklich ein gelungenes Scherzen
für mich,
sprach Gott zu mir.
Bitte betreiben Sie Ihre Bestimmung nicht in der Welt,
aber woanders ohne Entgelt
im Himmel.
Soll ich dir neue Kraft für deinen Körper geben?
Ja, bitte,
sofort
das Kantsche Visum
ins Himmelreich.
„Denken,
nein, ich habe kein Dickicht,
in das sich jemand verfängt“,
spricht Gott zu mir,
„ich bin nicht böse.“
Alles ist richtig,
alles ist böse,
was der Mensch
sich denkt.
Müssen wir uns wieder tot kriegen
in Kriegen,
ein Elefant im Porzellanladen.
Wer braucht Kompetenzen?
Die kannst du aus dem nüchternen Abort ziehen,
sind im Arsch
in Deutschland,
im Rollstuhl kommt dann noch,
wir brauchen keine Notfallopfer
wie dich.
Abwesend hosten,
aber die Luft wird dünn,
in der wir atmen.
Wir vertragen die Höhenluft nicht,
riecht an meiner Aura
eine größere Aura,
schnuppert.
Gott,
der Tod?
So heute geträumt.
Weiß und voluminös
nebelhaft,
nebelhafte
Substanz.
Eine größere Seele,
ich die kleinere Seele,
hat nach mir gesucht.
Halleluja!
Im Traum
nächtens,
kurz vor dem Aufstehen.
Auferstehen
im Leben
ist schön.
Deutschland braucht noch eine Zulage an Kriminalität,
komm ins Stadion, Pack ohne westfälischen Frieden,
und dich packt nackte Angst
der Unzufriedenen
heute
mit dem Spiel.
Vierte Aufstellung und Schluss
Die Steppe sehen,
die Wüste,
und alles vergleichen,
das ist schön.
Die Natur,
jeder hatte eine dunkle Ausrede,
ich auch
eine.
Ich war es nicht,
die Zerstörung der Natur vorangetrieben,
wer Beschaulichkeit will,
muss Beschaulichkeit fördern.
Die Wahrheit sagen,
wer sich jetzt schon handzahm gibt,
liegt falsch.
Wir schweben nicht in einem luftleeren Raum,
Gruselkabinett bleibt aus,
die Wahrheit kommt heraus.
Gott
die ganze Zeit Humbug erzählt,
ist vorbei.
Das interessiert ihn nicht,
die Welt,
wie sie steht und fällt.
Rom-Dickicht,
das Auf und Ab
der Geschichte,
das Zunichtemachen.
Eine Schandtat, das nicht zu wissen,
diese Erkenntnis,
muss das sein? Es riecht
sehr schwammig
biedermäßig.
Schutzförmig
ich zähle die Morde
im Land.
Als ich ein Kleinkind
erschoss,
war ich nicht dabei,
ich mich selbst,
und war doch betroffen.
Reine Phantasie
selbst zum Symbol geworden
deiner Erschütterung
von dieser Welt.
Du hattest doch noch nie eine Chance, die Wahrheit zu sagen,
du bist ein Mensch,
sei ehrlich!
Die Wahrheit gibt es nicht
in der Welt,
geht auch ohne mein Zutun seinen Gang
der Hass-Alarm.
Der Hass-Kommentar
zu dieser Welt
wegen der Tribüne,
auf der du stehst.
Und redest und redest
Geschwätz
bla, bla, bla
ohne Sinn und Verstand,
Politiker müsste man sein.
Ich höre das Wachstum der Pflanzen,
aber nicht die Stimmen der Menschen,
die gesund sind,
sie sind nicht mein.
Ich habe es gesagt,
das ist die Wahrheit,
die Wahrheit.
Abschlusssache,
der Erkenntnisbeitrag
meines Lebens.
Wir brauchen auch wirklich deine Kraft,
um uns zu erkennen,
es muss schon irgendwie passen.
Du wirst leben
ein Leben lang
zur Belohnung!
Wer bezahlt dafür,
ich?
Machen wir uns nichts vor,
jeder Zweite der Vernichtungskampagne in Afrika
würde so handeln.
Zorn-bit
als Handlungsanweiser,
wer stößt dann auf unsere Debatte?
Niemand, denn alle sind tot,
solche Dokumentationen sind selten,
noch seltener Särge aus Gummigeschossen.
Funktioniert das auch?
Ich denke, nicht,
kann man nicht einmal in der eigenen Blutgruppe kotzen,
muss fremdes Blut vergossen werden?
So steht es um die Welt,
bisschen nervöschen
heute.
Ist nicht schlimm weiter,
wir haben uns daran gewöhnt,
Mord und Totschlag.
Deutschland ist sicher
in den Limousinen der Politiker,
die Bodyguards gestählt
mit unseren Steuergeldern.
Wir reden hier von einer Hitzewelle,
die nie gekommen ist,
wer hier spinnt?
Ich weiß es nicht.
Der Wetterdienst,
oder ist es die Klimakrise,
die wir wollen
antizipieren?
Fakt ist, dass man es noch einmal hinlegen müsste,
das Recht, die Wahrheit
auf tönernen Füßen jetzt.
Hier liegen sie lichtgeschützt,
die Leichen
der Menschen.
Und keiner kümmert sich,
gemeinsame Folter,
ich im Bild
und du in Wirklichkeit
im Leben.
Wer öffnet das Seelentor
weit,
du
selbst
dir selbst?
Prohl, deutscher Politiker
softy, englisch
Johannes Lichteruh, 2025