So hab ich dich im Traum gesehn: Drei Frauen haben dich besehn: Die eine fand dich wunderschön und auch schon klug. Die andre wollte auch dein Haar verstehn und löste eine weiße Kappe. Da fiel …
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Schon immer im Wort. Rhetorik geht vor. Kladde und Perle. (Text + Illustration, Rechte beim Autor.)
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L.s Geburt
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Liebe ist
Liebe ist, wenn du um deine Nächsten bangst. Die Liebe steigert deine Furcht zur Angst. Dann machst du alles anders, als du jemals kannst. Liebe ist, wenn du um deinetwillen krankst. © Johannes Lichteruh, 1988
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Liberal
Die spielmoderne Aussöhnung in allen Knallräumen. Überall in einem Moment Speicherkapazität, die Welt taumelt. Es ist eine Zeit verwirrend, singend tanzen gehen und daneben fallen Bomben. Das ist das Sprunggelenk, die Ferse, die Himmelreiter AG …
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Leute
Was die Leute so liebevoll nennen! Im Grunde kennen sie nur sich. Und sich selbst nennen sie: Ich. © Johannes Lichteruh, 1988
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Lauschiger Ort
La Cassinella am Comersee è la più bella dieser See. Du kannst sie nur erreichen, wenn Boote sie erreichen, und wohnst dann übersee. © Johannes Lichteruh, 1986
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Kantine
Die Ratsversammlung zeitigt ein Resultat mit doppeltem Schlitzohr, Prostarbeit, Schüsselgreifen zum Ernährungsposten dazu. Der Streit um das Gewerbepflaumenmus, und ich rindenfressendes Tier ernähre mich von Pulpa an Feiertagen. Pizza als Landschaft, er schoss die Gegner …
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Gute Frage
Was ist Kunst? Eine wesentliche Verdichtung des Geistes? Was ist Kunst? Wie heißt es, was wir da Kunst und künstlich nennen? Was ist Kunst? Es kann keiner benennen. Was ist Kunst? Kunst kann man nur …
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Gott
Gott ist in seiner Gottnatur ein Vakuum. Nichts lässt er ein und nichts geht in ihm um, was nicht wie er auch wär. Gott ist für alle leer. © Johannes Lichteruh, 1988
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Frieden
Die Menschen warten auf eine Vernunft, die ihnen mehr als jede Vernunft Frieden gibt. Sie warten auf seine Ankunft. © Johannes Lichteruh, 1987
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Ein Gedicht zu schreiben
Ein Gedicht zu schreiben, ist nicht ungewöhnlich, gewöhnlich ist nur das Papier. Ich schreibe gewöhnlich auf kleinen Seiten und schreibe gewöhnlich mir. © Johannes Lichteruh, 1991