Werden

Die Syntax am Meer
abrufbar,
keine Schwierigkeit
damit,
mit der Sprache.

Der ist gut,
wie man so sagt
und meint einen Witz.

Der Satz
tut gut,
den ich meinte,
Gott.

Und so äußert man sich,
weiter so!
Friseure, die es nicht so genau nehmen
und dich scheren.

Glatze,
eine dichte Besiedelung
deiner Worte.

Eine Dichtung
auf jeden Fall vergesslich,
vergesslicher als du
sind die Worte.

Sie verschwinden einfach
und lassen sich nicht wieder blicken;
nur wenn du willst,
holst du sie aus deinem Rücken,
nicht aus dem Knie,
wie du einmal schriebst.

Weil ich so unberührbar bin,
bleibe ich bei meinen Worten,

spricht Gott.

In alle Ewigkeit,
weiß Gott,
ich auch!

Fremdsprachliche Architekturworte, die du gelernt hast,
deiner Seele,
und sie will nicht gehen davon
ohne die Worte,
nicht sterben
ewig,
in deinem Eifer
ein Saustall.

Musst du erst ordnen
witzverträglich,
Unordnung machen
tagtäglich
in deinem Gemüt
zur Glättung
der Gefühle.

Das Geblüt,
das dich kennt
und dich hemmt,
hitzig
ewig.

In diesem Vorhof passiert noch einiges,
du wirst sehen
Fleischberge
von Menschen,
die sich wähnen,
glücklich
zu sein.

Von Seelen
Fehlgeschichte,
ich möchte kein pinkes Leben haben
und damit basta!

Auf dem Schafott deiner Gefühle
bringst du dich zur Klarheit
deiner Seele,
sie spricht nicht mit dir,
aber zu sich selbst,
und du hörst es,
was sie sagt.

Deine Gedanken fallen nicht aus,
es ist wie ein Geben und Nehmen,
sie sind fest und fein
und sollen es sein
in Ewigkeit,
amen!

Auf dem Schafott deiner Gefühle
bringst du dich in Fahrt,
die Nachtmeerfahrt
beginnt.

Und das stimmt,
sie ist richtig,
die Richtung.

Wir vermissen dich,
Axel!
Mein Name,
den ich gehört habe
im Universum,
und das ist nicht schlimm,
ich bin sein Kind.

Ganz oben im Universum,
dem dunklen,
mein Zimmer,
Wohnstatt.

Dort bin ich immer,
was immer geschieht,
sucht mich dort!

Dunkel
ist Selbsterkenntnis,
ich weiß,
Fürsprache
für mich selbst
Höflichkeitsliste.

Ob die Atmosphäre klappt?
Ich bin nicht sicher,
die Worte sind nicht chic,
der Reim, der Rhythmus.

Die ich meine,
die Talentbasis
haben oder nicht.

Wie kann das anders sein,
was nicht zum Erfolg führt?
Ich weiß es nicht,
bin glücklich
unglücklich
mit mir.

Und das ist kein Schicksal
verursacht durch mich,
von mir selbst.

Wer sich separiert vom Himmelszelt,
bleibt unter sich,
so ist das
unter Menschen.

Gehört und wiedergegeben
und plötzlich aus?
Ich denke, nicht.

Der Tod ist nur Garaus
für den, der wirklich stirbt
und bleibt zu Haus
in der Erde.

Mutter Erde,
wie man so sagt,
nie geboren
und großgeworden.

Was danach kommt,
weiß ich nicht,
ich bin ein Wicht der Erde,
Inkarnation
von neuem?

Gut möglich,
offen
Auferstehung im Fleische.

Ich weiß es nicht,
die Kirche sagt es,
die Kirche betagt es
seit Jahrtausenden
und glaubt selber nicht daran,
sonst würde sie nicht Pfründe schröpfen
von Menschen arbeitsam.

Das Fleisch muss weg,
so viel ist sicher,
es ist kostbar wie kostbares Blut,
ein ganz besonderer Saft,
wie Goethe sagt
in seinem Faust
und deklamierte nur nach,
den Teufel.

Es ist teuflisch
Materie,
wie oben gesagt,
Menschenberge
aus Fleisch.

Bilder
für unser Gemüt,
sonst nichts.

Was dahinter steht,
wissen wir nicht,
im Geiste
Schatten.

Eine Liebeserklärung an mich,
ein Gedicht
entsteht
und vergeht
nicht.

Es bleibt
in alle Ewigkeit,
ist gesagt
und betagt
mit seiner Geburt
zugleich.

Vorgänge,
die sich uns entziehen,
im Geiste
unserem Gemüt.

Und im Geblüt bleibt es still,
das ist das Schöne
daran,
an diesem Vorgang
Schreiben.

Stumme Laute
hören, ohne zu sehen,
die Sehnsucht gestillt.

Mein Leben lang
immer gewollt,
niemals Zeit gehabt,
jetzt ist sie da,
Halleluja
im Alter.

Im Alterswahn nicht mein Licht
ein Gedicht,
aber Gott
angekommen.

Und das wird frommen,
da bin ich sicher,
mir,
über den Tod hinaus
meiner Seele.

Das bin ich,
klug
und weise zugleich,
intellektuell,
wenn das keine Krise ist
des Menschen.

Du hast das nicht für Gleichgesinnte geschrieben
in den Himmel,
für dich.

© Johannes Lichteruh, 2022

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