Römer


Sie konnten die Dinge beim Namen nennen
und Ja ist Ja und Nein ist Nein,
feinsinnig
verfolgten sie alle Ziele
und ihnen sank nicht der Mut.

Sie opferten Königen und Göttern
und schufen die Republik,
sie opferten Blut
und das war gut
in den Samnitenkriegen.

Nur Cäsar stand ihnen ab,
in einer langen Nacht
hat er sich wiedergeboren,
den Imperatorentitel gemacht,
die Monarchie auf tönernen Füßen.

Der Rauch unfassbar,
bei seiner Beerdigung
waren alle Staatsoberhäupter zugegen,
er hatte auf dem Forum ein Grab
und wenn der Wind blies, fiel leichter Regen.

Durch die Wälder zu gehn,
ist schön,
Italien durch die Brille zu sehn,
der Vesuv, der Bürgerkrieg
und ein ländliches Vergehn.

Und es kam die Kaiserzeit,
die Soldatenkönige, Ostrom,
dass die Römer kein einheitliches Volk waren
und darunter Barbaren,
wussten wir schon.

Dazu kamen Religionen,
das Christentum,
die Römer waren in dem Sog verloren,
die Zeit verbrannt,
Expertenschlag erkoren.

Ich mache mir ein Bild
vergangener Zeiten,
doch reiten mit Schwert und Schild,
die Hölle,
müsst ihr.

Ich hab Geschichte nicht zu allen Zeiten,
doch in den Annalen zu blättern,
Gelegenheit
findet ihr
jetzt und hier.

© Johannes Lichteruh, 1997

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