Störenfried

Du willst lieb sein
und lenkst mich ab.

Du willst lieb sein
und engst mich ein.

Du willst lieb sein
und meinst es gut.

Sitzt du breit auf dem Sofa,
den Sitz im Spagat,
ich am Computer
mit Zahlensalat.

Drei Sätze komm ich voran,
du zeigst mir den Rücken,
öffnest die Scham.

So hart in der Mitte,
ein Mann nur kann sein,
so süß, fein geschnitten
dein kleines Gesäß,
ich atme vertiefend
das Blut ins Gefäß
meiner Seele.

Ich werde spitz,
mein Kätzchen,
ich lass mich auf dich ein,
die Abwehrhaltung
galt dem Schein.

Du fingerst dich
in meine Hose,
du trinkst den Saft,
du atmest ihn ein.

Die Wohnung schreit nach Gerechtigkeit,
will sauber sein,
ich sperre dich aus
und heiße willkommen,
ich sage nicht Ja
und nicht Nein.

Du bist ein Mann
wie ich,
vom Gesicht
bis zu den Füßen
liebe ich
dein Konterfei.

Du zerstörst meine Einsamkeit
und tust dich zusammen
mit einem Mann,
der dichten muss,
ich brauche deinen Kuss.

Falsche Romantik,
die Einsamkeit,
du suchst,
ist notwendig.

Vielleicht geht das schneller, als du denkst,
du hängst
am Leben.

Ich vermisse den Guru,
den du suchst,
genauso wie du
mein Streben.

Das wäre die Antwort,
solange du den nicht hast,
beschleicht dich
die Leere.

© Johannes Lichteruh, 2020

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