Gebet auf weiter Flur

Zwischen 11 und 12
wird dir das Leben schwer gemacht,
das Meer erwacht
dermaßen stark,
die Wellen kommen arg,
sie bringen dir Wärme
und künden von ferne
den Sommer an.

Mittagszeit,
du hältst dich bereit
für ein Abenteuer,
Fliegen weit und breit,
du schlägst sie mit dem Handtuch,
dein Gesuch:
wer dem Teufel
ein Schnippchen schlägt,
ist befreit,
gefeit in alle Ewigkeit
für das Vaterunser.

Das muss kein Grundbedürfnis sein,
einmal bist du klein
und weichst davon ab
bis zum Verbindungstraum,
du musst ihn jetzt schaun.

So hat Berlin geladen solche Bilder
und lebt sie doch nicht,
so geschehen immer wilder,
ich muss hier raus!

Eines gilt bei allem,
gleiches Recht für alle,
mäandert im Traum
der Mensch
als eigener Betrieb in jungen Jahren,
man weckt sich ein.

Ist schlimm genug,
laut in den Gefängniszellen, vorbei
an jeder Ermahnung,
du willst mein Leben in Ruhe,
der Gottesstaat,
Premium-Klick.

Ich musste als Wasserrakete auftreten,
Verstellungskünste,
Gott als Abfluss
deiner Linderungen.

Das trifft gefährlich am Rücken,
am Kreuzbein, Steiß,
ich bin am Meer,
ja, das ist mein Standpunkt.

© Johannes Lichteruh, 2020

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