Gifte

Helfer
mit der Straßenbahn
sind wir nicht,
das Glück
findet sich nicht
in der Straßenbahn
und anderswo.

(Es gibt sie hier kaum,
eine sah ich
in Kairo, Alexandria,
endlos lang und verdreckt.)

Glückseligkeit
die SPD-Scheiße,
alle Häfen
fotomechanisch
nachgeäfft,
der SPD-Bezug
heiße
verflucht.

So viel Magermilch
von mir bereit gestellt,
„es starb sein Anwalt auch,
wie von der Seitenpost
zugestellt“.

Sie machen die Welt kaputt
mit ihren Forderungen,
der Mensch wird schwach und schwächer,
Terroristen sollen aber nicht die Fragen stellen,
nicht zu dick in die Höhle kommen
des Wohlstands.

Kein Schiff soll entladen werden,
keine Vervollkommnung zu unschön,
als dass sie nicht realisiert wär,
ich bin entschieden dafür.

Wanderzirkus auch geschlossen,
Ernährung tut sich gut
aus lauter guten Keksen,
Klimawandel hat die UN beschlossen,
Klimawandel hat sie geschlossen.

Ja, so sind die Strukturen,
Plan, wo bist du?
Ich werde gleich nachsinken, zu Boden
fallen,
die Ziele sind dermaßen verschroben,
dass sie unrealistisch sind.

Iss wenig, iss viel,
deine Bereitschaft
wenig beschäftigt den Vielfraß,
das Böse hat nicht ausgesorgt,
das Böse lockt zum Bösen.

Der Pizza-Bote fickt die Rosen,
die er geschenkt bekommt,
iss per online!
Bestellung!
Dein Müsli
will nicht allein kommen.

Dann soll er anstelle deines Lebens führen,
das Ungemach,
das er brachte,
nun erkennbar
an einem Strich,
der du bist
in seiner Liste.

Für einen sehr guten Wandel gelobt,
ich glaub, es sind Projektionen,
das Essen, das du nun abgeleckt,
der absolute Traum ist gekillt
durch deine Dichtung.

Das Seminar kann beginnen,
deine Pflicht ist jetzt rosa
mit Schleifchen,
den Vorwurf musst du dir gefallen lassen,
wir werden alle umkommen,
Bläuer,
ab!

Lass dir Kälte nicht erklären,
den Rundumschlag mit der Maut!
Macht dich medial nicht ab, nicht an,
vorsichtig ausgedrückt.

Zum Beispiel: c’est la vie,
mir ist der Höhenpass verloren gegangen
über die Alpen,
was soll ich machen,
bezahlen
so eiskalt?

Das Mitgefühl
mit den Hunden
stoppt mich
in der Kritik.

Eine müde Hand
mit Sommersprossen
und Leberflecken,
die Weisheit bricht
HIV-infiziert.

Du solltest alles bereuen, was du gemacht hast,
der Schreibtisch
deine Last,
so komisch hast du gemacht
die Maut.

So eh nicht gedacht
die Beutelust,
die Krampfadern
deiner Hand
das Kennzeichen
KFZ
nächste Woche.

Nächste Nacht
die Krebse haben hier ihre Wohnstatt,
die Seitlichläufer,
die Heimlichstatt.

Die Kehre
die Kehrtwende nicht
in deinem Ministerium,
der Lobbyismus wächst,
„sie fressen aus meiner Hand“.

In keinem Land gibt es so viele Korrupte
wie in Bayern,
aber die Wirtschaft wächst,
das sagte ich schon vor langer Zeit
einem Freund, Wirtschaftsprüfer
bei PricewaterhouseCoopers:
denke dir die Kriminalität weg
und du hast keine Wirtschaft
mehr,
in dem Sinne liegst du in der Sonne nicht
mit deinem Job.

Gifte sind auch Frauen in Position,
Urs uff de Leiter,
wussten wir schon,
brauchte viele Berater
in Millionenhöhe.

Zur Zeit auch,
in Brüssel aalt sie sich
in einem schmalen Büro,
ihr Schlafzimmer nebenan,
gehen die Türen auf und zu
für Lobbyisten.

Ich erinnere mich an Bertold Brecht,
den Vorwurf an Benn,
die Arbeiterklasse,
der einfache Arbeiter,
das Gesicht eines Arbeiters,
selten so gelacht!

Den Dreck geläutert
mächtig eitel,
nur äußerlich
nicht mehr so lustig
wie leichtfertig.

Hier geht’s wohl nicht zum Staatsanwalt?
Die Feier hat Hochzeit gehalten
mit Tausenden von Gästen,
der Bräutigam im Strahlekranz,
ein Arbeiter
in Gold.

Das steht nun wenigstens in eine Richtung fest,
der erste Tisch bleibt nicht leer,
das Gold fällt zur Erde
zwar,
wer drauf tritt,
hat den Schabernack im Haar.

Die Allianz
der Blöden,
das einfache Leben
ist nicht erwünscht.

Aber wir schießen nicht ins Kraut,
das Lachen muss raus
beim Tanzen!
Beim Anmachen
sowieso.

Das Dirndl, oder eine andere Show,
wird ausgezogen
um Mitternacht,
das Ficken ganz einfach gemacht
vor versammelter Mannschaft.

Die Elite schaut zu und lacht
und rümpft die Nase,
wer so etwas macht,
gehört nicht zu uns.

Vater Strunz grunzt,
was hat er sich dabei gedacht?
Nichts,
seine eigene Tochter, sein eigener Sohn.

Das hat Tradition schon im Mittelalter,
wenn Honoratioren ihre halbnackten Töchter
auf Leiterwagen vorführten
bei Kaiserempfängen
wie in Worms
(oder war es eine andere Stadt,
auf jeden Fall fand es statt).

Die Alten werden nicht weniger,
denen so etwas gefällt,
die Peepshow
gelasert.

Du hast keine Anschlusskarriere,
mein Bläuerlein,
lückenlos,
überleg dir, was du machst,
Schnuckelchen!

Öffentlich bist du klein,
aber innerlich groß,
das nützt nichts,
wer meidet die Erziehung?
Ich nicht.

Die Anschlussfinanzierung
bist du,
bis zum Bußgeldkatalog
entkräftet
hängen wir an keiner Blattform
und lesen nicht vom Papier ab.

Überlege,
wenn auch Phase jetzt bedrückend,
wohin du gehörst,
eine Partei, die das christlich will,
oder in den Himmel,
die Wäsche waschen
schön,
die eigene.

Die Gottheit fordert ihren Tribut,
die Tagespolitik
über das Meer gebeugt,
das Meer von Problemen,
das Autoritätenrecht,
mach was, Junge!

Das Bundesrecht
national
versus
Europa-Recht
in einem anderen Teil
der Hand.

Morgen freust du dich,
was du gedichtet hast,
ist rechtmäßig nicht
dein Gedicht.

Weiß nicht,
was in Ordnung ist,
mich wundert,
dass keiner in dieser Situation
das Auge verlor.

Kurz nach der Operation
genesen,
der Maasschneider,
kenn ich das.

Neue Backparadiese,
das ist schon beeindruckend,
der Vorgeschmack
auf das Jenseits,
wo es wirklich langgeht.

Bis in die Eisspitze hinein
Blödsinn,
das Menschenmaterial
ist schlecht.

Die Dame
einfach abknallen,
das Telefon verbannen,
Häcksel spricht nicht gerne,
das reißt die Stimmung auf,
das Gerücht hält sich hartnäckig,
dass sie keiner sah
international.

Ein bisschen in der Sonne liegen ist schön,
nicht so günstig
fürs Herz,
war ein Scherz,
wenn es schmerzt,
ein ruheloses Gedicht.

Das wird noch lange so gehn,
das Leben ist eingeschlafen,
Schlafpille,
es gab noch nie so viele Corona-Tote
wie unter ihr.

Vielleicht, wenn man sich flach macht,
wird man nicht gesehn,
es jagt ein Ereignis das andere,
das ist nicht schön,
Versteckspiel.

Grausamkeit
Naher Osten,
Wahnsinn,
die Waffenlieferung bleibt nicht stehn
bei dem Einmaleins der Waffen.

Diese ganze Sinnlichkeit hört auf,
digitale Welten,
wer sollte da noch schelten
die Bundeskanzlerin?

Sie hört nicht zu,
der Schluss-Henker
fürs ganze Regime,
das Kapital wird sich zurückziehn
in die Oasen des Kapitals.

Europa wird dann sehn,
wo es bleibt
mit seinem Sozialstaat,
die Leute schaufeln sich
ihr eigenes Grab,
Untergangssirenen.

Ich fass es nicht, ihr Flaschenbier ist wichtig,
wollte ich eigentlich trocken legen,
das ist kein Spaß,
ich mein es ernst,
mit mir allein
fehlt mir der Scherz.

Das Mindesteinkommen
verdirbt das Herz,
will immer mehr,
ohne zu arbeiten,
die Arbeitssklaven sind Herr
ihrer Herren.

Bläuer, deutscher Politiker
Urs uff de Leiter, deutsche Politikerin
Maßschneider, deutscher Politiker
Häcksel, deutsche Politikerin

© Johannes Lichteruh, 2020

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