Nachruf

Deine Wahl ist perfekt,
die Einsamkeit, die du wählst,
steckt
in dir.

Der Sklave des Lebens
bist du hier.

Trennungslinie,
mach es wahr!

Gedankenlosigkeit
Kinder gebar.

Mehrere Anläufe
bis zur Einreise,
da ist gewaltsam
nichts in Ordnung,
die Einsamkeit,
die keine ist,
du zahlst das Gegengewicht
schwer,
deine Seele bleibt
rudimentär.

Das gefährdet deine Existenz,
es gibt einen Spiegel
der Vehemenz,
das Gleichnis lautet:
die Seele baut sich auf,
das könnte ein Hindernis sein,
nimmt sie die Welt mit ein,
es gibt keinen Filter,
ich hoffe, dass es nicht zu dissonant ist.

Meine Seele
hier oder woanders,
der Himmel,
muss ich wandern.

Ich bin erstaunlich viel kreativ,
die Stimmen, die ich rief,
werd ich nun nicht wieder los,
sie kommen in vielen Schichten,
diverse Themen, krumme Laute.

Deine Seele ist schön,
sie darf nicht vergehn,
abflaute
die Energie.

Gestern war ich ganz allein,
ich schaute in deine Seele ein,
mit dir am Strand,
meine Seele leuchtete,
du schriebst es auf,
das Wort,
es war so schön.

Musste erst ein Mensch dafür sterben,
deine Frau,
der Austausch der Seele
baut auf.

Du gabst ihr dafür dein Arbeitsleben,
das Geld und das Haus,
ein Dach über dem Kopf,
das materielle Komm-Aus,
das Gehalt schon.

Was für eine Tragik!
Ich soll leben, sie soll sterben,
wir beide waren verbunden
zum Geben.

Das Leben geht weiter
auf dieser oder der anderen Seite,
ich danke Gott
für diese Beihilfe,
das Jenseitige
wird sich zeigen.

© Johannes Lichteruh, 2020

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