Versöhnung

Solange du noch keine Ahnung hast,
Heiland, bitte nicht böse sein!
Es gibt noch kein Spürhundmoment,
das ist schräg, Axel,
du störst dich noch an dir selber,
handelst Handelspapier,
so vertrackt ist deine Situation
im Leben.

Wilde Geschichten
jagen wilde Ereignisse,
im Prinzip Warlords.

Du vertraust nicht
auf die Wahrheit der Presse,
du verkrampfst nicht
wie andere Lyriker,
du baust dir kein Haus
in der Türkei,
das Verslein
der Poesie
steht dir an.

Der billige Gewaltakt
verteufelt
mit deiner Stimme.

Der Winter erfasst dich,
die Kälte tut gut,
die Worte entlasten dich
von deiner Wut
auf diese Menschheit.

Es hilft nichts,
die Wut bleibt,
im Fernen Osten
findet sich ein Kleid
der Versöhnung,
Buddhismus.

Die Worte sind ein Ausgleich
der schönen Natur,
hinterher leuchten sie,
sie sind nicht gefährlich.

Das Reich eröffnet
der Phantasie,
du bist hellwach
ins Gewissen.

Der Westen
will dich nicht missen,
der Osten schreit
nach Gerechtigkeit

Die liegt nicht in einem ästhetischen Reich,
die Sterne folgen dir nur,
wenn du sie greifst,
so nahe liegt dir Erkenntnis.

© Johannes Lichteruh, 2020

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