Gespräch mit meinem Vater

Streifst du dir die Haare glatt,
ich werde schwach und schwächer,
„vielleicht hat ihm das Schnupftuch gefehlt
bei diesem Leistungsabfall“.

Es ist ein Pool von Unwissenheiten,
„hatten im Flur eine kleine Küche,
sollte keiner wissen, dass wir so arm waren“,
das Schlimme war die Unwissenheit,
Armut ist keine Schande.

Wieder wo der Goldgräber ist,
die Stimmung
in bester Stimmung,
die Fummelei am Schloss des Nachbarn,
du sollst nicht stehlen.

Hier sprengt der Gipfel den Zaun
und können wir klaun
zusammen mit den Lehrerlein,
von dem Heuschreckenschwarm gebildet,
der Diebe.

Jetzt wird aber Geld verdient
demütig,
jetzt hätte er stets viel zu tun,
sie verfolgen verschiedene Strategien,
mehrere Länder sind das.

Es kommt der Tag,
wo ich das mag,
die Vögel fliegen,
der Hase springt
durchs Feld,
und ich habe kein Geld
für Kopfsalat.

Beliebigkeit
mir gefällt,
einmal bist du reich
und einmal arm.

Sich freischreiben ist schön,
es müsste mal was raus an die Öffentlichkeit,
die Blockade schreibt sich auch nicht frei
wie der Daily Mirror!

Mein Denken liegt auf einer anderen Ebene,
geschrieben ist ein Plott
nicht ohne Gott,
ich warte jetzt auf seine Aufgaben.

Ist auch dein Weg nicht normal,
zarter Bruder,
kleine Rose
im Termindruck,
das Leben ist nicht so langweilig, wie du denkst.

Doch
die Löcher werden mehr
in deiner Seele,
mehr gibt es nicht her,
das Leben,
von Grund auf beleidigt
der Mensch,
durch sich selbst
keine Weisheit.

Camping
und Campingwagen
soll das beleben,
ist alles langweilig.

Die glitzernde See,
die Schaumkronen,
das ist schön,
verloren
in der Natur
auf Du
mit Dir.

Wer ist der ältere Mann,
ich oder du?
Wollen wir uns zusammensetzen?
Zufrieden bist du erst,
wenn ich dich zerfetze
vor Wut.

Das ist meine Glut,
und keine Wortfetzen,
wie du sie schreibst,
du bleibst
ein Mensch
nur.

Wo du nur bleibst,
wenn ich zürne?
Das ist keine Kur
der äußeren Sinne,
das ist eine Kultur,
Außen wie Innen
in Übereinstimmung zu bringen.

Es wird dir gelingen
nur,
wenn du folgst meiner Spur,
ich bin der Gott,
aufs Schafott
mit dir,
denn deine Unzulänglichkeit
stört mich,
Mensch!

Wir lagern aus: Südfrankreich,
denn diese Gegend ist zu schön,
um zu gehn,
Italien nehmen wir gleich mit
und Spanien,
Griechenland,
die Europäer sollten sich schämen,
dem Süden den Garaus zu machen,
denn alles, was angenehm,
wohnt dort.

Schon die Wiederholung des immer Gleichen
ist langweilig,
Nietzsche hat es gewusst
und floh auf den Malojapass,
Sils Maria,
welch ein Genuss!

So hilft uns die Natur
immer nur
mit den eigenen Händen,
wir sollten unser Leben nicht verschwenden
in der Stadt,
sie hat ihre Vorteile satt,
aber irgendwo ist auch mal eine Grenze.

Die sollten wir überschreiten
gesellschaftlich
auch ohne grünes Tamtam,
das sag ich dir heute, dein Vater,
Gottvater und Mann,
kein geiles Geldzentrum
wie dieses Brüssel,
das Geld verteilt sich auch ökologisch
dann.

© Johannes Lichteruh, 2020

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