Auf dem Weg unterwegs

Ich nicht alleine
ich, viele
Seelen
im Ozean
der Gefühle.

Ich sterbe jetzt mit den Kindern
in der Sahel-Zone,
das geht doch seit Jahren
und kümmert niemanden,
sie sterben leicht,
die Sonne scheint,
und alles wird gut.

Das ist ein alter Hut,
sagt man so,
aber wie geht es weiter
mit der Menschheit?

Sterben wir alle so,
Klimawandel,
Erderhitzung?

Herumgesielt am Runden Tisch,
herumgesudelt
in der Sprache,
die Politik
schimpft
auf sich selbst,
indem sie sich entlarvt
als unfähig.

Bin ich mir nicht sicher,
ob sie das können,
was sie sagen.

Warum sollen wir so wanderlieb sein,
wenn nichts vorgesehen ist mit uns
Menschen,
Flüchtlingen?

Da singt die Bohne,
und das Bohnenkraut summt mit,
der Wind fegt darüber hinweg.

Wichtiger als eine Corona-App
sind wir nicht
für eine grüne Gesellschaft.

Der Teil-Plot erklärt sich schäbig,
frühzeitig sexualisiert
für die Wirtschaft.

Heimgesucht
heim ins Reich
die bei 27 Uhr
übermorgen
so ruppig
im Generalstreik
für ein besseres Leben.

Nicht wie in Italien,
Griechenland
für 2,50 €
auf den Feldern
pro Stunde
Zeitarbeit.

Whatever man hier durchzieht mit uns,
Integration,
man weiß es nicht,
man versteht es nicht,
nix verstehen deutsche Sprache.

Tote Schwester,
toter Bruder,
nix verstehen diese Welt.

Absurd
Büro anstellen,
Bürokratie,
Papier,
Papiere.

Wir sind keine Tiere,
wir sind hier
unter Menschen?
Kein Licht?
Nicht
am Ende des Tunnels.

Wir ziehen nach hinten um,
wir ziehen uns zurück,
Scheißintegration!

Flügelhafte Flut
von Schwarzen
aus Afrika.

© Johannes Lichteruh, 2021

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