Das verfluchte Künstleratelier,
barfuß, toll, der Künstlerhauch der Ferne,
er dringt nicht durch, denn er ist zu schwach.
Das Leben mit Abschluss ist nicht schön, Tod;
ein solches leichtes Leben, wenn man es hat,
Könige der Fine Art!
Es hat sich in unserer Erinnerung so angesammelt, dass es schön ist, die Kunst,
allein oder im Bad konnte man sich so etwas vorstellen,
das Wasser, das sprudelt, das Leben ist.
Wir sind fließend heute und hübsch,
das Berliner Bad machte zu, ein anderes öffnete,
im Internet die Anschauung dazu ins Milieu passte,
ins Badevergnügen der Sexualität.
Wer zählt die krasse Zeit, wer macht sie kraus, wieder glatt,
ich? Ich nicht im Licht,
wir kaufen uns ein neues Radio und sind stolz darauf
zuzuhören.
Den Westen hört man leise darauf,
den Drive der westlichen Musik,
Handel und Wandel verboten.
Wir sind in der DDR, der UNO-Beschluss,
der jungen DDR Anerkennung,
zwei deutsche Staaten auf deutschem Boden,
doppelt gemoppelt.
Doppelt gemordet die Würde der Deutschen,
der Deutschland-Geborenen,
der Nachrichten im Fluss des Widerspruchs,
des Kalten Krieges.
Nur wer hier geläutert ist,
lange Schwänze liebt
und ablehnt wie du.
Die Ischner-Brille,
die sofort über den Rand springt,
wenn sie bricht pop-artig.
Auch der Himmel ist dann anders eingefärbt,
wenn von ihm nichts kommt,
einmal Maria und zurück.
Hellsehen, ich meine das Glück mit meiner Tochter,
doch kann es keinen Verlierer geben,
wie in unserer Beziehung Gleichberechtigung.
Sommer in Ostdeutschland,
das ist das Milieu,
in dem du geboren bist.
Schade! Es hat kein Gewicht,
außer Dichten,
zu dichten.
Phantasie, die nichts bringt,
und springt in dein Gehirn
wie ein Löwe.
Tierisch gedacht und über Nacht wieder vergessen,
vermessen gedacht, dass es etwas wert wäre,
dass es leer ist wie die Nacht.
Dunkel und sacht
entgleitet deinem Hirn
Kopfgeburt.
Schicksal, wer hätte das gedacht,
auf der anderen Seite des Westens!
Herkunft kommunistischer Spinne
und Krake zugleich.
Niveau abschüssig? Nein!
Geografisch die Grenzen,
das Sein, die Existenz.
Und die Existenz klein und erbärmlich,
was habe ich mir da aufgeladen
auf meinen Wagen!
Das Sternbild wackelt,
das große im Schoße meines Angesichts,
Lichts, das ich gab streunend durchs Universum.
Das baut sich auf mit dieser Welt,
die erste Massenkarambolage, die ich hatte in meinem Leben,
souverän bestanden ich nicht? Ich nicht?
Johannes Lichteruh, 2021