We are family

Gay
bist du nicht,
als dass du das mitmachen müsstest,
sag nicht gay,
USA,
don’t say gay.

Ein schöner Reim
für Schulmädchen, Jungen,
der Krieg ist da
zwischen den Geschlechtern.

So, they did it,
das ist ringgefährlich,
das Weltressort,
weil es kein Entrinnen gibt
aus der Welt.

Wer einmal geboren ist,
muss sterben,
verhindere Letzteres,
auch die Geburt!

Auch wenn es nur ein Gleichnis ist,
es stimmt,
der Mensch ist es,
das Gleichnis.

Du wirst es nicht schaffen,
das Gewissen spielt nicht mit,
es führt dich immer wieder ein,
zurück
in die Welt.

Das Gewissen lebt weiter
bis nach dem Tod,
es ist dein Reiter
und sitzt dir im Nacken.

Welcher Halt sollte die Kirche sein
noch,
wenn sie versagt
in der Haltung.

Sexualität,
soll einem da etwas verheimlich werden?
Ich denke, ja.

Das große Geheimnis der Kirche,
die Apokryphen,
da bleiben keine Späße übrig,
da weiß man alles,
wo der Mensch steht.

In diesem Universum
abbinden
und verschließen,
wär das Beste,
was der Mensch tun kann,
für sich sein.

Andere Priester gibt es nicht,
instrumentalisiert wird
die Welt
für höhere Zwecke.

Der Priester weiß es,
der Goethe-Satz,
himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt,
der Softsprung
des Eies.

Der Urknall,
die Beschwerden untereinander gibt es nicht,
gäbe es nicht,
wenn Frieden ist,
wenn Frieden wär.

Du begegnest deinem Mörder
in dir,
du begegnest deinem Körper
in dir
selber.

Sandkorn
körnig
genug.

Kernhaft
in uns
Sexualität.

Liebe, Vermehrung,
biologischer Impetus,
dem wir nicht entkommen.

Und verbrennen
an uns selbst
die Finger,
die langen,
die es wollen.

Sexualität
enträtselt,
durch die Psychologie
entmannt.

Fleisch,
nicht mehr
er und sie,
das Fleisch.

Kult
im Meer der Sinnlichkeiten,
rein und raus
überlastet.

Der Mensch kann nicht mehr,
Geburtenrückgang,
Fruchtbarkeit
kein Gegenüber.

Überhastet
das Menschliche, die Liebe
übergangen,
ich habe mich schwer gemacht dazu.

Ich hatte kein Gefühl dafür,
die Liebe
zwischen zwei Menschen
nur für kurze Zeit,
dann war sie verflogen,
ich war ein schlechter Vater.

Es war eben so, wie ich es nicht haben wollte,
es tut mir leid,
keine Scheinbuße,
wirklich!

© Johannes Lichteruh, 2022

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