Altersweisheit

Wir haben uns verabredet,
Gott und ich
zum Stelldichein.

Die Sterne haben es abgenickt,
die Sterne unerschütterlich
sind.

ER nimmt mich mit ein
in sein Heim,
das ist schön.

Das ist fein
ein Cocktail aus meiner Seele und Sein
im Göttlichen.

Welches Katastrophenende wünschst du dir?
Du bist ein Tier,
ein Mensch
des Vergessens.

Vergesslich nicht nur hier
auf Erden,
im Weltall spukst du herum
als Geist, als Ungeheuer,
und neuer wird dein Geist
nicht außer Gott.

Der göttliche Wille will es,
und auf das Schafott
deine Gefühle!
Sie stören dich
wirklich.

Sei kalt und brüderlich warm zugleich
im Leben,
das besetzte Meer
der Gefühle.

Die Ukraine,
das Dumme ist,
dass wir sie nicht kriegen,
den Sieg über die Russen
nimmermehr,
und als Ringtausch eine kleine Wette,
wer wird gewinnen?

Verstehst du, was hier los ist?
Wirklich nicht,
grausam sternförmig,
wie man sieht
in der Welt,
es ist Krieg, überall nur Krieg,
was geschieht
mit Worten und mit Waffen.

Die Kritik nimmt überhand,
ich bin schwach,
wer springt durch diesen Ring?

Ein Elefant
schafft es nicht,
es müsste schon ein mutiger Löwe sein.

Der Mensch ist ein Monstrum,
ja, das ist hart, was ich sage,
schaue ich in sein Gesicht,
die Porträtmalerei hat recht,
das Porträt ist wichtig.

Das verbietet sich,
das zu beurteilen,
was der Andere ist,
wir schauen in sein Gesicht
und wissen es nicht,
es ist hohl und leer.

Müdes Haupt gemacht
in der Porträtmalerei
seit der Renaissance.

Das wird ein süßer Himmel
werden
christlich,
ein sonniger Morgen,
kein Sonnenschein,
ein Desaster.

Das weite Meer weitet sich aus,
es hebt seinen Busen,
es wabert,
die Erde wölbt sich auf,
ein Hurrikan kommt auf.

Ja, das hatten wir schon gesagt
öfter,
das war die Lyrik von gestern,
und ihre Schwestern
bist du
allesamt.

Deine Gedichte,
so schwer ist das nicht zu verstehen,
vom Jenseits ins Diesseits,
einmal umgekehrt
der Weg,
die Wege.

Die Schuhe tragen weit,
die geflügelten,
unglaublich,
dass ich das bin
mit der Fackel in der Hand!

Setze ich die Welt in Brand,
weil ich das sage?
Ich denke, nicht,
ich hoffe, nicht.

Hermes
Trismegistos,
das Licht,
Person.

Und schon ärgere ich mich,
dass ich das sage
dir, meinem Sohn,
das Geheimnis verrate
um meine Person.

Heiliggeistformel,
du bist Jesus Christus,
verzaubert
verliebt
mitgegangen,
Schwamm,
der alles aufsaugt.

Bremse
im hiesigen Leben,
was genügen kann,
muss genügen.

Verschwindende
verschwundene
Realität,
die nicht wichtig ist,
unwichtig
nach dem Tode.

Bis ich an diesem Boden zerstört bin,
den Großen Wagen in der Hand,
das Sternbild,
das ich mag,
den Großen Bären.

Das war bestimmt kein Zuckerlecken,
bis ich kam
in diesen Zustand,
halleluja,
zurückgekämpft.

Ich rufe seine Dokumente für lebendige Berichte zurück,
ich spreche wie aus dem Paradies,
aus dem Off.

Den Ehrgeiz muss man erst mal haben,
den du hast,
Gott zu nahen!
Das ist falsch.

Gott ist keine Instanz,
die man sich nimmt,
sich schnappt.

Er ist unnahbar,
er schnappt sich den Menschen ganz
oder gar nicht,
sela.

Zwischen Hildeshausen und Versagen
die Schockformel,
die keiner weiß,
ich auch nicht
und bin bis zum Steiß
verliebt in ihn,
Gott.

© Johannes Lichteruh, 2022

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s