Stultus

Gebetszeit
hat die Obrigkeit
in mir
neuerdings.

Es ist mehr als Sinnlichkeit,
und neugierig macht mich,
was mit meinem Körper geschieht,
den ich nicht kenne.

Wie er reagiert
in mir,
mit mir.

Ich springe schon mal in die Schonfalle
meines Körpers
hinein.

Mein Gott,
how do you do
in mir?

Warum sollten die Verhältnisse so sein,
wie sie sind?
Badminton fällt mir da ein
oder Squash gegen eine Wand.

Gott spielt mit,
Gott fällt ein in uns
und siegt?

Ich denke, nicht,
und auf das Schafott deine Gefühle
mit ihm,
du brauchst die richtige Erkenntnis
über ihn!

Vielleicht ist es ja so,
wer die Macht hat,
kann keine Angaben machen
über die Schulden und Zinsen,
denn er hat sie ja nicht
gemacht.

Macht haben ist schön,
it’s so funny to see that,
und jeder konnte den XLong sehen,
seinen Schwanz,
die Attitüde hat mich ganz
ein Leben lang begleitet.

Den Fisch-Corona-Ansatz,
Gott wollte es so,
man holt sich die gleichen demütigenden Szenen
bei ihm ab
wie damals,
als Adam und Eva fielen.

Es ist zu kalt
zum Sterben
und zu warm, um zu leben.

Zu überleben sowieso,
gelingt nicht,
das Klima verändert sich.

Was Frauen so alles anordnen können,
der Frauenhass ist partout vorhanden
mit McDonald’s Zeichen.

Anzeichen schon,
ich wusste es,
die Schlagfertigkeit kann abdriften
zwischen den Geschlechtern
unter die Gürtellinie,
ich kenne sie nicht,
ist nicht mein Stil.

Für Tausende von Menschen also,
deine Logik, Gott,
nicht wahr?
Sie soll gelten,
keine andere.

Mit Riesenkrach und Götternaturen
ging es dann bergab
mit der Welt.

Die Religionsstifter kamen und gingen,
ans Kreuz genagelt
umsonst?

Waffensträhnen im Gesicht,
kursieren die Ideen
und kreisen um dein Gehirn,
halleluja,
und kommen nicht zur Ruhe.

Es gibt das Nirwana,
das Namenlose?
Hoffen wir nicht!
Ist es das Leben?

Christus hat sich von einer Instanz abhängig gemacht,
Gott genannt,
das war falsch.

Er hätte frei sein können,
als Mensch leben
aus eigener Kraft.

Aber tat es nicht,
er tat es nicht,
warum?

Es ist die Verzweiflung, die mich treibt,
so zu denken,
zu sterben in ihm,
Gott.

Rebellion,
Rebell
bin ich
immer noch,
mein Gemüt.

Gegen das Unvermeidliche,
Gott,
den Tod,
der mir bereitet ist
mit Gewissheit
und Entbehrung.

Entbehrungen im Leben,
Versuchsanordnung,
mich zu bewegen,
nicht zu sterben.

Ist das so?
Ist das wirklich so?
Der Glaube?

Es blüht der Dezember
voller Rosen,
böser Herzinfarkt hat mich erwischt,
zu sterben.

Es ist das Denken,
weiter nichts,
das abgeschaltet wird.

Übe es im Leben,
dann hast du es hinter dir,
Gebetszeit,
die dir überlässt die Zeit,
das Schicksal macht dann etwas mir dir,
wie im Traum.

Keiner spricht mehr mit mir deswegen,
Gott schweigt
auch.

Der Loser bin ich,
die Tränen auch,
sie rollen
mir über die Wangen.

In dieser Hinsicht
bin ich offen, ja,
im Weinen,
der Rückzug aus dem Leben
ganzen.

Wirtschaftsszene,
komme ich nicht mit,
abgehängt
ein Leben lang.

Im Denken auch?
Nein,
da kann ich punkten,
wann und wo ich will.

Wie auch immer,
Buddha
wandert
sinnlich.

Muss alles dicht sein im Kopf,
und der Schopf des Haaransatzes
fällt nicht nach hinten.

Nach unten
stolz
ins Genick,
das Geschick ist dir gnädig.

Was soll ich dazu sagen?
Stolz bin ich nicht,
im Ansatz
die Hybris.

Das stimmt
leider,
was mich aufbaut,
flache Stirn.

Dummheit,
Primitivität in allem,
Alltag.

stultus, lateinisch

© Johannes Lichteruh, 2022

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