Wunschkind

Das sind die besonderen Tage,
Schnee liegt in der Luft,
die Weihnachtsfeiertage
sind meine Lust.

Wenn Schnee liegt,
das Auto nur langsam biegt
in die Kurve,
so war es vor deiner Geburt.

Wir bestellten ein Taxi
und fuhren nach Obermenzing
um Mitternacht,
die Geburtswehen fanden statt.

Dort angekommen,
fielen wir in Schlaf,
der Arzt sagte noch:
es wird werden Tag.

Die Geburt verzögerte sich
um 12 Stunden,
den Bauch, den runden,
erinnere ich mich.

Deine Scham pulsierte plötzlich
wie ein Vulkan,
das machte mich an
im Kreißsaal.

Die katholische Schwester bat ich auf Knien,
weil die Schmerzen blühn,
sie soll den Satz vergessen
aus der Bibel.

Wir atmeten gemeinsam
Wange an Wange,
du bekamst ein Palliativ,
die Schmerzen waren groß.

Bis ich das Baby sah,
feuerrot und groß,
L. war da
und das war wunderbar!

© Johannes Lichteruh, 2019

Kommentare

One comment on “Wunschkind”
  1. lichteruh sagt:

    Hat dies auf Johannes Lichteruh / Gedichte rebloggt und kommentierte:

    Vielen Dank, Peggy Gardot!

    Gefällt mir

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