Salon

Ohne Sinn und Verstand
will er uns helfen,
der Gott,
ich hab dem M. zum Sieg verholfen,
er ist ein Künstler.

Gibt es Zeichnungen im Auftrag,
die Lust zu zeichnen,
steht dir im Gesicht,
du sitzt zum Frühstück in meinem Zimmer,
beginnst.

Es ist no deal,
wir begutachten gemeinsam die Sachen,
was kann man machen,
um die Wände zu verzieren?
Entscheidungen
fallen schwer.

Wer ist der Herr, der Meister?
Ein Ratschlag muss her,
wer misst die Wände?
Wer schlägt die Nägel ein?
Der Künstler lädt alle ein,
Ausstellung ohne Ende.

Konntest du gut impfen,
dem M. seinen Sinn zu verunglimpfen
mit Sex,
gelang dir nicht.

Wir waren wie verhext,
fielen übereinander her,
Kolonialismus
gab es nicht mehr,
gab es ein neues Gericht,
ein neues Gesicht.

Heute auf der Messe
gab es eine neue Art,
der windige Künstler
schaut sich alles ab,
er ist noch immer kolonial,
die Farbe, die Muster
machen ihn warm.

Er nennt das Ganze „3. Welt“,
sie ist für ihn bestellt,
so meint er,
und drückt auf das Tempo.

Wie alles begann,
Picasso und Konsorten
vor hundert Jahren
moderne Kunst,
das Auge verschwand
für die Realität.

Für مئة جنيه
er erstand
den entfesselten Wahnsinn.

مئة جنيه arabisch: einhundert Ägyptische Pfund

© Johannes Lichteruh, 2020

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