Stress

Als Handlanger wirst du ohnehin gelobt,
unterer Mercedes
mit Folgen,
du liegst mir ständig auf der Tasche,
du pumpst mich an,
du bist kein Mann,
ich will dir aushelfen.

Du suchst noch nach deinem Handytarifvertrag
und nutzt mich aus,
aus Liebe zu dir,
so zahlungskräftig bin ich nicht.

Ein spektakuläres Theater bescherst du mir
aus Lügen,
du fährst mich an,
Zank und Streit auf allen Ebenen
nur ums Geld!

Du bist kein Held des Sichvergewisserns,
ins Netz stellst du deine Forderungen
unverhohlen
und borgst dir Geld,
die Rückzahlung dir nicht gefällt,
„ich liebe dich,
ich mach das schon!“

Wer den Blick zurückschickt,
hat verloren,
Trennung tut weh
bis in die Zeh,
die Füße werden taub,
und mit Verlaub,
ich brauch neue Schuhe.

Zum Gehen bleibt das Aufbautraining
in einem der vielen Fitnesscenter,
das Herz muss gehen üben
anderweitig.

Kannst du dich dusslig reden,
er versteht es nicht,
das Jüngste Gericht
fand gerade statt
zwischen euch beiden,
die Liebe bricht
entzwei.

So bleib ich allein mit meiner Gottheit
zurück,
dann kannst du besser die Muskulatur beobachten,
wie sie sich entwickelt,
du hast jetzt Zeit für dich
und die vielen Pflichten
um deinerselbst,
und dazu gehört auch,
den Selbstschutz zu nutzen,
der Egoismus gehört dazu.

Es springt über der zeitliche Nutzen,
das Gehöft, das Geviert
deiner Welt
bist du.

Das Rettungsfrachtschiff
ging verloren,
geboren wurde
ein neuer Dampfer.

So spektakulär ich das Theater beschrieb,
so spektakulär
ging er wandern,
der Freund,
und suchte sich
einen andern.

© Johannes Lichteruh, 2020

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