Tod eines Klassikers

Elite, Sünden,
es ist noch nicht soweit,
dass sie gerecht werden,
ein gerechteres Leben.

Ein Schlag ins Gesicht,
ein Schlag ins Wasser,
die Wurzeln ausreißen
für immer.

Nur Mut zur Entschlossenheit!
Das Ziel ist nicht weit entfernt,
die stumme Vermehrung,
die Geister, die ich rief,
stehen stramm
und warten.

Goethe hat nicht darüber nachgedacht,
Inflation,
wählerisch Nachttisch,
Liebeszauber,
Algebra-
Einmaleins,
die Götter fliehen
mit Wucht.

„Ich will sterben
auf deutschem Boden“,
wie von der kleinsten
noch lockt
die Sünde,
man gewöhnt sich daran,
auch ist man ein Mann
der Sünde.

Das Schuld-Erbrechen
kam später dran
im Jenseits,
„es kam mir zum Kotzen an,
mein Leben,
was sollte ich dafür geben?
Ein Lösegeld?
Ich hatte keins,
die Schulden waren bezahlt
in diesem einzigen Leben,
der Wohlstand, in dem ich geaalt
mich und meine Familie.“

Du hast alles bezahlt,
nur nicht das Pekuniäre,
Prekäre
deiner Schuld,
hab Geduld!

Du musst dich nicht so brutal killen,
heiler Mikrobus
du bist,
Abschied nehmen
Kilogramm und Genuss.

Wir müssen den Atomkern treffen,
Krieg,
nicht des Pudels Kern,
den Rest wissen wir,
Kakerlaken unverschämt.

Unterschiedlich
nicht das chinesische Problem,
benimmt sich die Welt anders,
bewertet die Welt anders
in das gehende Fleisch.

Schluss,
und am Ende stehst du bereit,
es veröffentlicht dein Leben,
das stöhnbare Außen.

Wieder auf deine Beine stellen
und zurück,
der Klassiker nickt,
du hast die Ruhe weg!

Legst du deine Fiesheit ab,
für die Menschheit ein Grab
der Sorgen,
legst du deine Maske ab.

Ich wäre heute fast eingeschlafen
bei deinen Gedichten,
die Ästhetik ist schön,
da kann man sehn,
wohin die Menschen gehn
mit ihren Gefühlen
der verfluchten Ästhetik,
verdient
haben sie es nicht.

Ich schürf mir hier die Arme auf
bei den nächtlichen Sitzungen,
im Liegen
schreiben, aufgestützt
seitlich,
wo du zu Hause bist.

Der Strippenzieher,
diesmal ein Phänomen weich,
wir Deutsche sind dafür ein Fest
der Abnormitäten,
wenn es irgendwo gelingt auf der Welt,
dann ist es ein Deutscher.

Glaub mir,
Peripherie bei dem kleinsten
beobachtet,
der entsetzliche Heini
ändert sich nicht,
im Künstlerzirkus
angekommen
betteln gehn
eitel.

Er wird sich in einer seitlichen
Position
wiederfinden,
wie in einer Peripherie,
„der künstlerische Status
mir aber gefällt,
einerlei,
ich bin bestellt
für Großes.“

Tu mir das nicht an!
Auf jeden Fall
in zwei, drei Städten,
Weimar war dabei,
keine Kündigungsfristen.

Es war ein Fluch zu siegen,
glaube mir!
Ich bin ein Tier
der guten Sorte,
keine Überraschung
der übelsten Sorte.

Es stellt sich nicht die sittliche Frage
für einen Mann
meiner Tage,
wo er recht hat, hat er recht,
der Mann der Straße,
der Moderne.

Mittlere Breite des Dienstes,
keine Ausrede
sittlich geführt,
keine entwickelte sich durch die USA
mit Allah.

Massen drauf,
Durchhaltevermögen,
mein Schandmaul wär auch keine Hilfe gewesen,
da hast du jetzt die Quittung,
Textbausteine war
lebendes Ei.

Seh ich bisher keine Verpflichtung
dazu,
Hosen an
hab ich,
hinter dem kleinen Häuschen verbirgt sich
sie.

Deutlich höhere Abgaben fordern sie,
die Worte sind es nicht,
wenn du nun erstickst
an den eigenen Worten?

Das Austreiben der Menschen im Mittelmeer,
und so etwas nennt sich nun Freiheit
im Textmedium!
Das bunte Treiben,
wie herrlich,
so Urlaub zu machen!

Wissbegierig bereit,
it’s a walking day,
das Meer ist weit draußen
erst tief,
die Geister, die ich rief,
die Geister sind draußen.

Das Färber-Einmaleins
vertieft,
die Farblehre war falsch,
Newton hat gesiegt.

„Die Ästhetik besiegt
die Wissenschaft“,
wer diesen Satz liest,
liest ihn in die verkehrte Richtung
und hat recht,
vielleicht muss ich alles vergessen
und überdenken,
auch mich.

© Johannes Lichteruh, 2020

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