Ein moderner Psalm, alles ist möglich

Was kann man nur machen?
Die Ehe endet im Streit,
die Harmonie gespielt,
es ist ganz eigenartig,
wer mit der Sünde spielt,
findet sie schön.

Ich muss mir irgendwas einfallen lassen,
so kann es nicht weitergehn,
lass deine Phantasie sprießen,
deine Ideen,
du bist doch sonst so schlau!

Du gehst zu keiner Frau,
also lebst du im Zölibat,
vielleicht ist das deine Aufgabe,
bevor du steigst ins Grab,
die Aufgabe aller Sinnlichkeit
im Essen, im Trinken,
im Sex?

Was soll ich machen?
Die Gottheit ruft,
wie endet das Zeug
mit dem Gewissen?

Ich weiß es nicht,
sollte ich doch noch ein Weib küssen,
ist das besser,
Maria,
der Berg?

Wir weichen hier auf andere Themen aus,
der gefallene Engel bin ich,
was war nur so wichtig
in meinem Leben,
dass ich es lebte?

Schonungslos beraten will ich mich
mit Gott
im Lichte
seiner Wahrheit,
seiner Klarheit
reinen Gewichts
für uns Menschen.

Tut weh,
nicht einmal ein Mensch macht das,
der nichts hat,
kein Wissen,
kein Geld,
keine Erkenntnis.

Mal sehen, wie lange die Sonne mich hier hält,
und das Meer,
ewig?
Corona-Ärzte
können Verschwörung
sich leisten,
wer springt über ihren Leisten?
Ich nicht.

Das ist jetzt wie Gesang, was du machst,
die Melodie ist schön,
bis die Stimme bricht,
der Tod.

Das ist deine Not,
du schwimmst in einem Delphinarium
aus guten und bösen Geistern,
du musst sie meistern.

Du musst sie unterscheiden
können,
Baum der Erkenntnis
in dieser Welt
und nicht woanders,
wie tickt die Menschheit?

Ich weiß es nicht,
ich bin im Licht,
ich sonne mich
im Eigenen.

Du nicht,
du Wicht Mensch,
das ergibt ein anderes Menschenbild:
Gott,
auf das Schafott
der Geschichte!
Er wehrt sich nicht,
die Kreuzigung,
die Opferung des Sohnes.

Man will immer gleich eine Lösung,
die gibt es nicht,
Geschichte ist plausibel,
wenn man sie versteht
hinterher.

Danach ist alles einfach,
aber selbst dann vergisst man etwas,
nämlich Gott
und so weiter und so fort,
die Antworten gibt es nicht,
die uns interessieren
wirklich.

Das Zeichen Dollar,
es ist trotzdem eine Reise wert,
die sich lohnt,
die Super-Macht will helfen,
aber Deutschland weigert sich,
reibt sich auf an Trump.

Ich will alles sagen,
mich beraten
mit dir, mein Gott!

Schon wieder Fragen,
du bist mir die Antworten schuldig
und schweigst.

Umwege
muss ich gehn
und sehn,
wo ich bleibe.

Schon wieder
kein schönes Kleid,
das ich anziehe,
mein Leben geht dahin.

Antworten bleiben
schuldig mir,
Ratlosigkeit
und Verstimmung
im Magen,
körperlicher Schaden,
wer rettet mich?

Ich nicht
im Lichte der Wahrheit,
Schatten und immer nur Schatten
meiner selbst,
wer bin ich im Licht?

Keine Antworten
immer noch nicht,
woandershin will ich nicht
als ins Licht.

Dort bist du nichts,
noch nicht,
der Lehm klebt an dir,
aus dem ich dich gemacht,
und über Nacht
gebe ich dir ein neues Kleid.

Das ziehst du über,
und dann werden wir sehn,
ob wir uns verstehn
oder nicht.

Mehr kann ich nicht sagen
zur Zeit,
du bist bereit,
aber ich nicht.

Warten musst du,
bis deine Zeit gekommen,
ein Menschenleben zählt nicht,
überkommen dich
auch tausende von Jahren.

© Johannes Lichteruh, 2020

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