Frühstück am Meer

Feierlichkeiten,
so sollte dein Abitur sein,
jetzt kommt die Strömung auf,
du gehst jetzt raus
aus dem Leben,
ist nicht schön.

Ein Sandwich,
das drückt sich deutlich durch,
wie die Hornisse,
die sticht
dein Gedicht.

Von beiden Seiten
will sie etwas,
sie saugt an deinem Nektar
und vergisst,
dass sie sterblich ist,
ich schlage zu.

Und Ruh
ist im Blätterwald,
wie wenn die Sonne aufgeht
und du aufstehst
mit dem ersten Hahnenschrei,
dem Muezzin.

Kann man es lesen?
Ich hol mir die Brille,
scheint schon die Sonne?
Ich denke, nicht.

Es gibt noch kein Licht
der natürlichen Art,
wie sprichst du denn
den Tag an!

Was dir technisch widerfahren ist,
كسلان ,
die Sonne geht auf,
du gehst raus
aus dem Wasser,
Wiedergeburt.

Und schaust über die Schiffe hinweg
auf die Sonne,
die noch klein ist, niedrig,
sie ist ein roter Feuerball,
richtig schön, orange
mit Einfärbung.

Wirst du hier
zum Zwangsveranstalter
von Freuden
durch deine Wahrheit
immanent.

Stell dir mal dieses Ausmaß vor
von Freuden!
Wie letztes Jahr,
als du alleine warst
mitten in der Wüste,
und ein Gedicht stieg auf
von der Kindheit,
du und deine Schwester
in Schwerin,
Mecklenburg-Vorpommern.

Das Wettrennen,
hättest du nicht gedacht,
läuft über Nacht,
und wenn die Sonne aufgeht,
du aufstehst,
ist alles gemacht
in deiner Seele.

كسلان arabisch: faul, Fauler

© Johannes Lichteruh, 2020

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