Stimmung

Fuck, Habibi,
make a good deal!
Ich hielt den A*sch hin,
nahm den Schwanz
und steckte ihn mir rein
selbstständig.

Wie sollte ich sein?
Devot!
Das gefällt ihm.

Er fingerte an meinem A*schloch zuvor
und verdrehte die Augen,
ein Seufzer entklomm ihm
der Genugtuung.

Ein Araber,
wie ich ihn kannte so häufig,
zu Hause wartet die Frau,
und auch die Kinder
nicht nur zur Schau.

Aber die Lust zum Spielen,
zum sexuellen Spielen,
die kam von ihnen
auf den Straßen und Plätzen,
in den Basaren, am Strand,
egal, wo eine Hand
kreuzt die andere,
zum Beispiel beim Geldgeben
mit Streicheleien.

Streicheleinheiten,
das war schon neu für mich,
das zu sehen,
wie eine ganze Gesellschaft
von Männern
nicht genügen kann
einem Weib.

Die Christenheit
hat es verschwiegen,
dass es einmal ebenso war
lange Zeit im Mittelter.

Dann schoben sie einen Riegel davor,
die Prälaten und Bischöfe,
an den Höfen und Klöstern
ging um die Päderasterei,
aber dem Volk wurde sie verboten,
das war ungefähr
im 13. Jahrhundert.

Ich habe dies geschrieben,
damit jeder weiß,
ich bin glücklich damit,
ich praktiziere es nicht,
aber es entlastet mich,
der Mensch ist frei.

Die Ich-Person
in meinem Gedicht
bin ich nicht,
es ist mein Logos,
mein Ander-Ich,
oder so:
mein Super-Hirn,
die Vorstellung
spricht für mich.

Es steht für mich
in einer unmöglichen Situation,
wenn ich nachgebe
dem Werben
um mich herum.

Ich mach mir die Personen,
die mein Thema sind,
zu eigen,
die meiste Kilo-Hälfte
bin ich nicht,
nur ein kleiner Rest von Gewicht
von mir,
die Meeresspitze
vom Eisberg
der Kälte
in mir.

Ich werde Arabien verlassen,
es ist mir zu sinnlich,
zu laut und zu dumm
in Scharia-Fragen,
die Doppel-Moral
mag ein anderer tragen,
nicht ich.

Ich wähle das Licht
in unseren Tagen,
das möglich ist,
und das bin ich.

Sauber und tadellos
will ich Tugend tragen,
das ist mein Los
bis an die Wasserkante,
den Tod.

Das andere Element
will ich schauen,
bewusst
ins Gesicht,
ins lichte.

Ich berichtete bereits davon
in einem anderen Gedicht
und bin davon überzeugt,
dass es beugt mein Gemüt,
sich neigt zu mir
und mir zeigt den Weg
zu dir,
Tod.

Ich bin schon zuvor gestorben
in diesem Leben,
was sollte es Schöneres geben
als eine süße Vorwegnahme,
eine Vorahnung,
wie alles ablaufen wird.

Der Tod schreckt mich nicht,
er macht mir nicht Bange,
er mag kommen zu seiner Zeit,
den Zeitpunkt bestimme nicht ich,
den kennt ein anderer.

Er wird Zeuge sein
meines Gesichts
hier auf Erden.

Er wird Zeuge sein
auch meiner Beschwerden,
die ich trug,
und auch ohne Lug und Trug
ins Auge
ich sah
wunderbar.

© Johannes Lichteruh, 2020

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