Hintan

Ist schon erstaunlich,
kein Ehrgeiz,
der Erste zu sein.

Die Sonne, der rote Feuerball,
geht heute später auf,
es ist Herbst in Ägyptenland.

Es entstehen so schöne Gemälde,
wenn du malst, das Pfefferkraut ist wichtig!
Ich habe es nicht so gewollt.

Du schreist herum, keine Anmach-Sachen!
Das Feuer anzünden ist schön in modernen Zeiten,
wer spricht von den Möglichkeiten?

Wer bringt mein Haus nach Haus?
Nicht du?

Ja, ich!

Mit dem Sonnenaufgang werden auch die Fliegen aktiv,
sie haben Durst und großen Hunger,
take a look at me.

Sie umschwirren mich und landen zielgerichtet
auf meinem Körper,
ich bin am Strand.

Bin ich etwa traurig, weil es nicht klappt?
Ich habe es so satt,
mit der Welt depressiv!

Soll sie doch untergehen! Wer legt Hand an?
Die minimale Recherche genügt, und du weißt Bescheid,
die Menschen sind im Wahn.

Da kann man noch von Glück reden, dass man lebt,
es fehlt der Biss,
was die Zeitgenossen sagen.

Während sich ein Teil der Menschen auslebt in Alltagsfragen,
schreiben andere Gedichte,
wie ich.

Eine kleine Minderheit plant Krieg und siegt damit,
mit diesem Entschluss,
weil der Rest schläft.

Das ist nicht nur der Krieg mit Waffen,
man kann ihn auch mit Worten machen,
mit Vorschriften und Verboten.

Mit Regelung und Regulierungen,
aus hohler Hand und ohne Verstand,
wie die Politik.

Wieder ein Verlauf mit dir,
der mir nicht gefällt,
Welt!

Die Materie, Entität bloß,
sapperlot,
diese Käsesorten!

Ach, habe ich nur wenig geortet den Menschen in seiner Herzlichkeit,
es ist alles Spielerei, was er von sich gibt,
und kommt nicht von Herzen.

Spekulation beruhigt dich nicht,
„wird schon werden“ und solche Parolen,
vorher erklärt, vorläufig nichts weiter.

Kann man nicht Glauben schenken,
muss man sich den Hals verrenken,
nach Wahrheit aus meinem Bauch.

Sollst dich nicht rechtfertigen für einen Hut,
den du nicht aufgesetzt hast,
11. Gebot.

Der Vermissten-Eifer,
dann muss jemand die gesamte Bilanzsumme mitnehmen,
Christus.

Klären können wir den Fall nicht,
kann dir ja egal sein die Medien-Akademie,
die das sagt.

Dein Negativ-Handtuch,
von der anderen Seite,
sieht anders aus.

All the pizza I can eat,
das Motiv sieht gut aus und macht Appetit auf mehr,
billig-Art von Design,
verholzt dein Gesicht in der Sonne.

Braun gebrannt die braungebrannte Seele, Nazis,
na, Ihr wisst schon!
Heute kommt wieder weißes Fleisch zum Tragen,
Tel Aviv.

Menschen negieren ihre Vergangenheit,
Schwarze sein in Afrika,
in den Anfangstagen ihres Menschseins,
ihrer Wanderung.

Das sind die lockeren Zusammenhänge,
die du hast in diesem Leben,
Menschenmassen gesehen am Strand.

Fleischmassen weiße wollen gesehen werden,
eitel,
recken die Arme in die Höhe.

Sonnenbrillen, Gucci-Waren,
Parfüme im Wind vergehen geschwind,
lind kommen sie an, steigen dir in die Nase.

Wo ist mein Kind, mein ernsthaftes Kind,
das ich gezeugt,
das mich sucht in diesen Tagen,

fragt Gott.

Überleitung zu mir,
Staub wischen,
hilft nicht immer.

Du gehst mit dem Finger entlang an der Bettkante,
und hast Staub an den Fingern
, an den Händen auch putzt du Staub ab,
so dreckig ist dein Schlafzimmer.

Sie mögen deine Ausstrahlung,
der Araber kommt immer wieder,

liebend zurück zu dir.

Das könnte also auch auf einem anderen Planeten stattfinden,
extraterrestrisch heiß unter der Haut das pulsierende flatternde Fleisch,
kommen wir aus dem Fleischkoma gar nicht mehr raus?

Ich meine mich selber,
vollkommen Schlaganfall,
im zweiten Jahr der Anmache.

© Johannes Lichteruh, 2020

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