Fluid

Die Hasslage,
die bricht
ins Gemüt
ein,
dein,
und kommt nicht wieder raus.

Mein Haus ist fein,
ich will allein sein
mit meinem Glück,
ich befreie mich ganz
und dichte nicht mehr.

Mal sehen, wie lange du das aushältst!
Mein spiritueller Körper,
ich will das nicht sein,
die Widerstände sind groß,
ich bin klein,
mein Bedürfnis soll sein
Leben.

Die Hassrede,
was der Hass mit deinem Körper macht,
Hassgedicht,
weil ich religiös bin?

An dem Mechanismus änderst du nichts,
Ehrgeiz,
10-Minuten-Hang,
dann verschwindet er.

Was auch kurze Zeit währt,
mit der Linse aufheben,
genau hinsehen,
mit deinem Auge
der Wachsamkeit
deutlich
hinsehen.

Es hilft ja nichts,
du bist dumm,
sich umdrehen,
war was?

Auch wenn es nicht alle sagen,
religiös verblödet,
verblendet
bist du.

Bleib so!
Es gereicht dir nicht zum Nachteil
im Leben,
im Gegenteil,
es wird dir geben Kraft
und Macht über dich selbst
selber.

Arm im Geiste ist dasselbe,
Akrobat schön,
nicht wahr,
in diesem Leben
sucht das Leben
ewig.

Dass ich nicht lache,
ha!
Ha, ha,
und war auf einmal da
Gott,
was nun?

Gefühle
gefühlt nah,
Seinslage
Ontologie.

Nicht kleinzukriegen
in meinem Leben
Liebe
spiritueller Ausprägung,
die ich mag.

Was immer Fatales geschieht,
geschehen möge,
die Existenz ignoriere ich
nicht ganz.

Aber allem und jedem seinen Platz
will ich geben
in meinem Leben,
und die Schranken sind groß,
dass ich das weiß
und nicht vergesse,
niemals,
in die ich trete
mit Gott.

Kein Kampf,
keine Existenz,
niemals
Wertigkeiten.

Ich will keinen Zauberstab
haben,
der alles reguliert,
Gott.

Er ist ein Andersleben
außerhalb meiner Sphäre
als Mensch
und doch innerhalb,
und das will ich geben zurück,
genau das
an ihn.

So schüchtern bin ich nicht,
dass mir das nicht gelingt,
nicht gelingen könnte
schon morgen.

Und habt doch keine Sorgen,
ob ich nun dumm bin oder nicht!
Der Segen gilt für alle Menschen,
die ihn mögen,
Gott.

Und das macht eigentlich Sinn
ordentlich
in meinem Kopf.

Hirn und Herz,
Wonnegefühl und Schmerz,
Regen und Sonne,
Leitung und Tonne
zu ihm.

Gefäß,
das ich bin,
er kann es zerschlagen,
er kann es hüten,
wie ich will,
wie er will.

Kommt alles aufs Gleiche hinaus,
Hauptsache, das Haus ist bestellt
und bewohnt von mir,
meiner Seele
sauber.

Unterschlupf
und Dach,
wer hätte das gedacht!

Über Nacht
kommt die Seele zur Ruhe,
und ich herrsche darin,
in der Ruhe
Bau,
Aufbau.

© Johannes Lichteruh, 2021

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