Strudel
Wir quälen uns in der Sonne
und katzbalgen uns,
vergebens im Kampf
erbrechen die Welt.
Aber wie sieht das dann aus?
Nicht rebbeln, das wird zu klein,
auf dem Stippvisiten-Klo!
Wie es aussah? Fassungslos.
Mit dem Text dazu, wir sind ausgezogen,
aus diesem Haus Gorleben, und andere Endlager,
es graute uns so vor uns selber.
Ein Wort genügt und das Weib rastet aus,
dem ich mein Herz geschenkt,
Hysterie, es war ein grünes.
Es sind Stufen, die wir herunterfallen,
wer sollte uns aufheben,
wenn nicht wir selbst?
Zieh die Heuchelei ab, du bist es selber,
diese Welt mit ihrem Reichtum und Begehrlichkeiten,
könnte direkt zur dekadenten Gewohnheit werden,
dein Denken, dein Habenwollen.
Nicht an prominenter Stelle die Werbung,
hab keine Angst, du wirst nicht sterben in meinen Armen,
spricht mein Gott zu mir, einem Tier der Unvernunft.
Unter diesem Himmel
hilfst du mir
beim Weinen so?
Der kollaterale Dreck
Fett und unbedeutend die Frau, die ich sah,
Hure Babil kam in Europa an,
Babylon liegt im Irak.
Die Ehre schließt sich an, jetzt, für die sie morden,
die Ehrenmorde der Familien,
Bruder gegen Schwester.
Und vergewaltigen Frauen sowieso,
ist die Samenblase einmal voll, gibt es kein Beherrschen,
Männer, wenn sie gern in Gruppen auftreten.
Überschlafen, was gefällt, gilt nicht,
darüber nachdenken,
fällt ins Gesicht die Ratlosigkeit.
Wer hat sich hier den Weg denn freigeschaufelt,
übers Mittelmeer,
Afrika, oder Arabien mehr?
Arabien will schick sein,
da reicht das Geld nicht, Hartz IV allein,
wer kommt da nicht auf krumme Gedanken,
statt Arbeit und Bildung.
Zwischen Rio und Madrid gibt es nicht diesen Ritt,
die Armut ist auch dort beheimatet,
in Südamerika.
Europa stellt sich an, will es nicht,
es fehlt der Schritt in die richtige Richtung,
die Migranten wieder nach Hause bringen,
konsequent.
Historische Prozesse einleiten,
sie bringen das Glück, die es ermöglichen,
Wohlstand für alle in den Regionen,
mit vielen Ressourcen.
Doch das würde bedeuten, den Eliten
in den Entwicklungsländern auf die Finger zu klopfen,
den nationalen Reichtum fair zu verteilen,
es gibt ihn, und reicht für alle.
Und das mit unseren Politikern,
die lieber Geld ausschütten und unkontrolliert
in die Länder leiten, zu welchem Zweck?
Allen in der Welt, die es nötig haben,
transzendental, gegenständlich und idealistisch
eine schöne Zukunft prophezeien, ist leichter,
nur Gerede, christlich verbrämt.
Kitsch, wenn das exotische Element nach Europa kommt,
ein mächtiger Grund für die Linken, nicht ehrlich,
und zersetzlich für unsere Kultur in Europa,
das auch ein Anrecht hat zu blühen und nicht zu verwelken.
© Johannes Lichteruh, 2021