Erste Weise
Du schwängerst aus der Armbrust heraus, das Sperma ein Katapult,
du übertreibst, deine Kraft übertreibt das Minimum an Stärke,
die ein Mensch hat, also nicht viel,
und dein Neid treibt dich zur Weißglut auf Andere.
Das demokratische Aus jetzt nach der Wahl,
Frau Häcksel hat es geschafft, die Selbstzerstörung der CDU,
ich kämpfe weiter auf dieser Leiter des Erfolgs um mein Leben.
Meine Dichtung, ich bin krank die Demokratie in Deutschland auch,
wie die Flüchtlingsfrage, die nicht gelöst ist, die keiner lösen kann, will;
kernhaft nicht wissen können, weil sie dumm sind und blind,
die Politiker, mit ihrer Intelligenz ist es nicht weit her.
Ich habe Durst wie ein Eber nach verlorener Schlacht,
Deutschland weitergedacht fehlt das positive Wir-Gefühl,
nur in einer Nacht, der dunkelsten übrigens in der Geschichte,
alles kaputt gemacht in Europa, und nun?
Wie habe ich gelacht, ich war selber, ich darin, spricht Gott,
nun bettelst du um Schlaf, weil du nichts zu tun hast,
mein Deutschland, im Krieg mit dir selbst und selber.
Gottfried Benn, letzte Hinter-Etappe dichtest du deine Dichtung,
Schnörkel am Gebiss einer zahnlosen Zeit,
denn das ist kein Biss, was die Nazis zeigen, es ist würdelos.
Um sich beißen
wild
ist einfach.
Dichtest dir einen existenzialistischen Traum,
einen Raum, den es nicht gibt, nur in deiner Subjektivität,
wie Else Lasker-Schüler in deiner Zeit, ihrer.
Von Asphodele-Wiese blank, putzblank,
und willst hernach kriechen
den Nazis in den A*sch.
Enzensberger lässt grüßen, schüttelt ab die deutsche Kriegsuniform,
entsorgt in einem Container, so einfach ist das;
vorher überlegen geht nicht, wohin man geht, wem man dient,
siehe Handke heute und der Fall von Srebrenica,
oh, meine Dichter, meine lieben Dichter!
Verteidigung der Wölfe, welcher Wölfe?
Der Wehrmacht?
Schreibt er sich ein in die linke deutsche Dichtung.
Soll der Geier Vergissmeinnicht fressen?
Nein! Er soll darüber nachdenken, was er gemacht
im Namen der Dichtung, die über Nacht verkam
zu einem Gegenstand, einem Ding,
das Geld abwarf bürgerlich.
Das wäre besser für ihn gewesen,
und von Erfolg gekrönt,
auf der Wiese, Asphodele-Wiese.
Wie habe ich gelacht,
der linke Schriftsteller
will Macht haben
über diese Welt.
Durch Kurzweil der soziologischen Überlegung,
einfach alles nur deutsch,
deutsches Gebaren, sonst nichts!
Darüber stolpern wir in unserer Geschichte,
wir Deutsche,
und reden solches Zeug unverständlich.
Immer noch kein Fleisch gesehen,
kein richtiges Fleisch zum Essen,
das die Deutschen nichtet, in die Knie zwingt.
Wohlstandsvergessen wie sie sind und -versessen
schaffen sie es immer wieder durch Fleiß und Arbeitsamkeit
nach oben zu kommen im internationalen Vergleich.
Aber das Eigentliche bleibt liegen,
der Verstand, die Psyche, die Seele,
das positive Wir-Gefühl.
Jeder gegen jeden,
woraus man macht vermessen sein Gewicht,
ich zum Beispiel meine Dichtung.
Dir sind Grenzen gesetzt, vergiss das nicht, mein Lieber!
Diese Benzinwache, die Autoindustrie der 50er Jahre,
kam nach vorn, voran.
Und keiner merkte an, auch kein Dichter,
was für ein Schaden das sein kann,
für die Zukunft.
Zweite Weise
Wir hassen dich bald, wenn du nicht aufhörst zu schimpfen,
ist dir immer alles nicht recht?
Gab es nicht etwas zu siegen?
Ich denke, nicht,
da hast du aber Glück gehabt,
man sollte sich durchringen,
ربّنا zu sagen.
Das genügt, wie heiß ist ein Mann,
der nicht mehr kann,
die Welt des Sex, Sexualität?
Und kam ihm an wie ein Fluch, ist das neu?
Wo jeder Versuch scheitern muss,
sich zu befreien davon?
Sandkasten vor der Haustür, die haben’s schön zum Spielen!
Erklär mir das einmal, wo der Unterschied liegt,
hier in Deutschland und du in der Wüste.
Ich will sterben, mir selbst ersterben,
wessen Beschreibung ich immer von oben nach unten lesen kann,
japanisch?
Nein, es ist der Himmel, du Dummkopf!
Sowohl in der Szene, als auch gepaart allein,
schizophren das mörderische Gesicht, das du hast,
baden in einem kühlen Meer, den Reichtum erfährst du nicht,
den die Natur hat, Gott weiß mehr,
und nur er kann dich befreien von dem Meer der Gefühle,
die nicht kalt sind, sondern heiß,
und du bist unschuldig, wenn du das weißt,
auch sexuell, und rein.
Dritte Weise
Die Leute kümmern sich nicht,
der Sauerbraten an der Türklinke ist wichtig,
ein Geschenk von den Eltern an die Kinder,
die längst verheiratet sind und selbstständig.
Der kleine subjektive Wohlstand,
das eifrig verdiente Geld,
wenn ein Hitler im Mondschein geht,
ist es wichtig.
Wird! Deutsche wollen wieder etwas zu sagen haben,
mir graut vor dem Anblick,
im Ausland schlägt man die Hände zusammen über dem Kopf,
die Haare, die einem aufstehen vor diesem Anblick.
Vierte Weise
Ob du Vater oder Sohn spielst,
immer ist es eine Sonne, die dich interessiert,
deine Existenz in der jeweiligen Weise.
Aber wusstest du schon, wer der Vater ist,
Gotteserkenntnis?
Nein.
Wer Christus ist?
Ja, der Sohn,
der Platz ist schon besetzt.
Fünfte Weise
So hetzt du durch die Geschichte
und weißt nicht, wer du bist,
du selber.
Traurig teuer dein Leben,
mancher im Kampf wird getötet,
ich bin gespannt, wie das endet.
Viel Braun, der Lackaffe im Gesicht,
Inkarnation oder Pharao, keiner ist zu klein, zu groß,
als dass er unerwähnt bliebe im Buch des Lebens.
Muss man mutig so auch sagen der Ordnung halber,
eh wir dich zusammengebaut haben,
es vergeht Zeit zu einem vollständigen Menschen.
Viele Tode,
viele Leben,
tut mir leid.
Es ist kein Kleid, gibt keines, das dir passt, du dir überziehen kannst,
es fällt locker vom Himmel und brennt wie Asbest auf der Haut,
und war doch nicht so gemeint, keineswegs.
Auf allen Wegen verpasst,
das Leben,
das ewige Leben.
Generation Tutmirleid,
sorry, bist du auf allen Wegen
die Bedürfnisse steuern
des Alltäglichen.
Befruchtungen,
Keime vorhanden,
Lied und Singsang.
Aber keine Weise,
die man hören kann,
hören mag schief.
Das ist es ja,
es hat keine Wirkung,
was du sagst, ehrlich gesagt.
Es ist Schein,
vom Sein,
Kunst.
Sechste Weise
Und künstlich will keiner sein,
jeder sucht das Leben,
das will ich dir geben,
Gott allein.
Du gibst dir die Antworten
schön allein
selber.
Häcksel, deutsche Politikerin
ربّنا arabisch: unser Gott
© Johannes Lichteruh, 2021