Nächtlicher Besuch

Darauf kann ich jetzt keine Rücksicht mehr nehmen,
die Katze kommt in mein Bett,
ich schmeiße sie raus,
ich will schlafen
und mich nicht raufen mit ihren Krallen.

Sie spielt mit mir bis Mitternacht
unter der Bettdecke,
ihre Krallen sind hart,
auch wenn sie sie nicht ausgefahren hat,
ich spüre sie durch mein T-Shirt
oder Nachtpyjama, wenn sie daran zerrt.

Ich möchte ungestört schlafen,
aber es geht nicht mit ihr,
dieser Katze, die mir zugelaufen ist.

Katzenvater bin ich nicht,
ich bin unschuldig,
bei der Zeugung war ich nicht zugegen,
plötzlich lagen sie, ein ganzer Wurf,
vor der Tür meiner Nachbarin,
und die Katzenmutter säugte ihrer Zehn,
ich übertreibe,
wie der Leser sieht.

Auf dieser Höhe will ich meinen Kosmos haben,
allein zu Hause
mit einer Katze,
halleluja!

Mehr nicht,
maximal noch ein Gedicht,
den Ruhm nicht berührt
und gutes Essen,
auf das ich mich freue.

Lauschen deinem Wort,
und ein Hort der Freude in mir
entsteht,
er will nicht gehn,
nicht weggehn von mir.

Oh, HERR,
mit dir
eine Freude,
die ich vorher nicht gewusst,
und mir wird bewusst,
wie schön es ist,
die Freude mit dir.

Das Paradies ist eine Gesellschaft,
mir fehlt die Identifikation damit
auf dieser Welt.

Die Erde ist es nicht,
die Tiere sind es nicht,
die Pflanzen, Menschen,
Sand, Geröll in der Wüste nicht,
die Meere, ich wüsste keinen Ort,
der so wichtig ist
wie das Paradies
mir.

So soll es immer sein,
ich identifiziere mich
mit mir selbst.

Das Paradies ist innen,
solange es kein Paradies gibt
auf der Welt,
hier auf Erden.

Einverstanden,
du nimmst alle Prüfung in eine Werkstatt,
du glaubst daran,
dass es richtig ist?

Nach Jahren des Wiedersehens
hast du mich wieder gekippt,
wieder die Kugel verordnet.

Ich erschieße mich
nicht,
es braucht keiner mehr zu wissen
als du,
und wir als Menschen uns begnügen müssen
mit dir.

Ladies and Gentlemen,
das ist der Ausverkauf der Seele!
Ob wir es nun verstehen wollen oder nicht,
ob wir es nun begreifen
oder nicht.

Was ist zuerst gemeint, mein Gedicht?
Business as usual,
die Hoffnung stirbt zuletzt.

Er hat immer seinen Spielraum genutzt,
ist frech geworden
der Demokrat
zuletzt.

So blöd muss man erst mal sein!
Wenn der HERR kommt, steh ich einfach auf
und geh ihm entgegen.

Dieses gilt übrigens nicht nur seit gestern,
damals, ja damals
war alles noch anders
ohne Dichtung,
die mich befiel und krank machte.

Der Mensch war ein Gedicht
selber
seiner selbst.

Du bist meine Auffrischung
täglich,
spricht Gott zu mir.

Das kommt einer Intention gleich,
immer das Richtige sagen zu müssen,
ich kenne einen Menschen,
er hat eine unwahrscheinlich klare Bildung,
und der bist du.

Ruhmes-Touch gibt es nicht,
sich daran kaputtgemacht
im Leben,
keine Kraft mehr.

© Johannes Lichteruh, 2021

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