Gegenverkehr

Hätte man gern einen Satiregriff
auf die ganz hohen Emotionen,
was ist das nun wieder?

Dreimal, so dass die Bilder sitzen,
Vater, Sohn und der Heilige Geist
vergreist
in der Welt.

Das musste schon ein Riesenschock sein,
die Welt,
nicht im Paradies zu sein
als Kind
nach der Geburt.

Man kommt ja aus diesem Mehlkasten nicht mehr heraus,
weißer Mann,
komplett bestäubt,
dazu noch alt.

Laufe mir nicht die Arme,
spricht Gott zu mir.
Doch, ich komme dir entgegen
und bete
mit meinem ganzen Körper
zu dir hinauf.

Ich helfe dir,
die Menschheit zurückzuerobern,
menschliches Genie,
Yoga?

So lässt sich das letzte Aufgebot auch nicht beschreiben,
das du meinst
mit Worten,
die nicht wehtun,
sind keine Waffen,
in dem Sinne
Krieg zu führen
wirklich.

Vor einer Woche übertragen,
die Transmission gelang,
der Mist,
deine Dichtung,
critical
review.

Du liebst mich, du liebst mich nicht,
Gott,
der sanfte Bestatter.

Wer ihm nicht entgegen kommt,
der stirbt
einen Heldentot
nicht.

Der grüne Streich,
Umweltschutz,
der Unsinn
gedeiht
in den Köpfen der Menschen.

Sie haben nichts zu tun,
nichts anderes,
nichts besseres
als diesen Streich,
sich abzulenken.

Die Kugel rollt
in ihr Gehirn hinein
und platzt
auf.

Der Selbstlauf der Hybris,
Schlaganfall,
die Äderchen platzen auf,
die Blutbahnen unterlaufen
sich gegenseitig.

Sie reden sich in Rage,
die Kabarettisten,
die Statisten
des Lebens,
die lachenden
und die weinenden,
die schreienden
und die schweigenden,
die alles wissenden
und die ratlosen.

Der Witz springt ihnen von der Schippe
wie der Teufel von der Heugabel,
die vorher noch im Mist steckte.

Aufgespießt
wie jede Kreativität,
sie schichten nur um,
der Witz dient ihnen dazu,
das Leben zu ertragen.

Gott gehört nicht dazu,
das ist schade,
da wagen sie sich nicht ran,
das finden sie witzig
und schreien herum.

Die Speerspitze
des Elans
des Entertainments,
freies Drehen
der Worte.

Fleischwolf
sieht diesmal sogar echt aus,
dein Gedicht,
der Käfig
der Worte.

Immer mehr bemängeln,
immer mehr,
und der Sinn gibt nicht her,
was begreiflich wär
zum Verstehen.

Geschwätz,
das ätzt,
das Gehirn martert,
ach, was sind wir lustig!

Diese Mär und noch eine andere,
was schert uns die Realität,
sie ist anders
als gedacht.

Ausgedacht
von unserem Hirn,
und die Stirn kühl behalten,
ach, was sind wir lustig!

Tanz auf dem Vulkan
der Existenz,
und mit Vehemenz unterstreiche ich,
dass es falsch ist,
was der Mensch spricht,
wenn er alleine ist
ohne Gott.

Und auf das Schafott
sein Gefühl bringt,
was richtig ist und was falsch.

Er denkt nicht mehr daran
und macht einen Witz daraus,
und alle müssen lachen.

Klopfen sich auf die Schenkel
vor Lachen
und lachen doch nur über sich selbst,
wie schön,
über die eigene Blödheit.

Vor Lachen
krachen
muss es im Gemüt,
und im Geblüt
wallt es
auf.

Von Neuem
der Witz ist da,
wo er nicht hingehört,
Schwachsinn gesagt.

Das Leben ist nicht witzig,
ein Jammertal
der Wünsche,
die nicht erfüllt werden.

© Johannes Lichteruh, 2022

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