Après-Musée

Das Makkaroni-Essen,
wer ist so vermessen
und sagt da nein?

Das Kartoffel-Essen,
das viel teurer ist,
geht rein
wie warme Semmeln,
aber nicht bei Van Gogh.

Wer könnte da so dickfällig sein
und nicht weinen,
wenn er das Gemälde sieht,
und nicht greinen
aus dem Herzen?

Die Armut,
die Kartoffel-Esser
haben mich immer bewegt.

Habe mich identifiziert
mit ihnen,
rußverschmiert das Gesicht.

Essen ist wichtig,
der soziale Zusammenhalt
in der Gruppe
gemeinsam am Tisch,
dessen Holz nicht gebleicht ist.

Alles dunkel
im Zimmer
holzbraun.

Natürlich
die Farbe
des Bildes.

Spüre ich
zumindest,
das ist mein Traum,
mein Alptraum
schizophren.

Und die Lampe darüber
spendet kein Licht,
das fröhlich macht.

Kein lustiges Geschick
haben sie,
Die Kartoffelesser
hier
in diesem Bild
des Van Gogh.

Aus dem mittleren Husten
heraus
spüre ich Mitleid,
der trockene Hals,
kein Getränk,
das erquickt.

Was für ein Essen!
Die soziale Armut
ein Thema für sich,
sogleich
für spätere Philosophen.

Auf Marxismus‘ Geheiß
auszurotten
ist das,
auszugleichen
zumindest,
aber wie?
Revolution?

Die Menschen sind nicht gleich,
auch anderen Geschlechts,
vielfältiger heute sowieso
LGBTQ+.

Die Rasse spielt eine Rolle,
auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen,
die Antenne gibt mir recht
meines Gehirns,
sie sagt ja
zu meinen Gedanken.

Ist nicht schlecht,
wenn man den Rücklauf hat
seines Gewissens.

Die Wahrheit
der Wahrheit
beruhigt,
ist aber keine Lösung des Problems.

Zu heimlich plane ich das,
meine Revolution,
bin nicht politisch.

Und gestehe schon ein,
dass ich das sein sollte,
das Zoon politicon,
mich fühlen
zumindest,
und in der Aktion kommt die Erfahrung schon,
wächst sie.

Ich spitze es etwas zu,
denn Illustration kennt keine Grenzen,
die Fantasie dazu
will immer helfen,
dass du das kapierst,
die Menschheit ist zu Ende gegangen,
bevor es sie überhaupt gibt.

Was hältst du davon,
von diesem Gedanken?
Hübsch,
nicht wahr?

Würdig
deiner Gedanken insgesamt,
goldener Sand
begleitet dich
im Meer der Gefühle.

Sei behutsam damit
im Umgang,
ist selten
für dich bereitet.

Nur
seltene Erde
wie der Körper einer Frau,
die vibriert.

Beim Orgasmus
unter meinen Händen
Bums gekriegt,
mit den Händen
und den Lippen
geht das auch.

Genügt,
sie explodiert,
die Erde
in ihr
um und um.

Perverse aber gibt es viele
in der Stadt,
und auf dem Land,
halleluja,
die Grünen.

Wie kaputt sie sind,
sie lieben die Pädophilie,
hässlich sie sind.

Dienstlich
beaufsichtigt
durch die Partei,
Moschee spendet Schatten.

Siehst du,
der Glaube,
die Sonne brilliert.

Wenn man auf der rechten Seite sitzt
der Architektur,
der himmlischen,
der spirituellen.

Kennt ihr doch eure Ziele,
die Grünen,
kennt ihr doch eure Grenzen,
die sich abgrenzen
vom Spirituellen,
nicht wahr?

War ich doch mitgewesen
beim Beschluss
des Parteitagsprogramms,
mitgeredet habe ich nicht,
Gott sei Dank.

Was für ein Stuss für die Zukunft!
Einerlei,
ihr werdet sterben
auch ohne grüne Umwelt
oder mit.

Das ist das Geschick der Menschheit,
sie flüchtet
auf einen anderen Planeten,
der nicht dieser ist,
unsere Erde.

Und weicht aus
aus dem Haus
dieser Erde,
wie schön!

Der Liebes-Tand
für diese Erde,
wie schön das Interesse
geheuchelt!

Verzaubernde Schönheit der Wiege der Menschheit,
das Paradies,
heute sieht man Schwarze mit keinem Lautsprecher rumlaufen,
sie haben eine eigene Stimme,
und das ist gut so.

Die Wiege ist Afrika
der Menschheit,
die Hautfarbe weiß
kommt hernach,
kommt hinzu.

Die Dummferkel
der Nation,
die Grünen.

Wirft sich jemand rein,
unschuldig
in diese Welt?
Ich denke, nein.

Alle sind schuldig,
auch das grüne Einmaleins
will nichts bewirken,
ist nur die neue Elite.

Das strickt an der Haut zu wenig Pigmente,
kulturelle Aneignung,
die Haut bleibt weiß,
nicht wahr?

Da steppt der Bär
in Berlin
nicht genügend.

Ich meine die grünen
vor dem Haupttor,
dem Brandenburger Tor,
nahe zum
Kanzleramt,
reihen sich ein
in die roten, blauen und schwarzen
Bären.

Berlin ist groß, nicht klein,
da ist viel Platz dafür
aus Plastik.

Im Chor
der Ampel
sollten solche Argumente halten,
Friede, Freude, Eierkuchen,
unerhört
modernere Wege gehen,
fällt mir nicht ein
ein Argument
dafür.

Wie soll ich solche Leichen wenden,
sie sind zu schwer für mein Gemüt?
Ich dichte voll vorbei
daneben,
im Keller zu viele liegen.

Die Wahrheit schwindet mir
durch die Finger,
schöngefärbt,
ich sehe sie nicht mehr.

Wieder ein Modell vorbeigekommen,
aber
ich habe keine Angst,
das ist der Unterschied.

Ich pack‘ es diesmal,
in dieser Inkarnation,
politisch.

Erstaunlich,
wollen wir sehen,
wollen wir wetten!

Ich wette mit,
dagegen,
du bist faul.

Es wird nicht gehen,
es wird nicht funktionieren,
dein Standort in Ägypten
gibt es nicht her.

Nationalmuseum,
die pharaonische Kultur
ist schön,
viel zu schön,
du müsstest dich lösen
für immer.

Ich wollte zurück nicht mehr,
mein Ägypten bleibt hier,
in mir
erhalten
für immer.

Die Seele geöffnet zum Meer hin,
nicht zum Nil-Delta,
dem industriellen
im Norden,
Romantik
dahin,
das habe ich in Deutschland viel
zur Genüge,
brauche ich nicht hier.

Das kulturelle Leben
spielt sich ab in mir,
das genügt mir
für meine Seele.

Ich bin glücklich hier
und ausgeruht,
ausgebuht
habe ich nur die Politik.

Die ist schrecklich,
wirklich
keine Menschenrechte
hier
in Ägypten.

Polizeigewalt,
entrechtete Menschen,
Ökonomie viel,
aber falsche.

Es trifft die falschen Entscheidungen eine Elite
zu ihren Gunsten,
ich habe es erlebt,
Korruption der Polizei
sexualisiert,
der Elite.

Das Militär
hat das Sagen
und hält den Laden zusammen
durch Strenge.

Brutalität
und Gewalt
gegenüber den Menschen,
die leben
wollen,
einfach nur leben
ihr Leben,
was unmöglich ist,
unmöglich geworden ist
unter Buharrak bis An-Nihi.

Buharrak, An-Nihi, ägyptische Politiker

© Johannes Lichteruh, 2022

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s