Ruß

Was du an drei Fleisch essenden Tagen erleben kannst,
geht auf keine Kuhhaut,
die Weltverschwörung kommt nicht, die Revolution
denkt man
nicht einmal.

Bäume drin,
nicht in der richtigen Ecke
rund auf Schneekörper,
die Natur ist wichtig.

Die Schneeflocken
formen einen Weihnachtsmann,
mit dem fangen die Kinder an zu spielen,
aber die Erwachsenen?

Denn da werden sie ungeduldig
ohne deinen Namen,
Gott.

Es ist Weihnachten,
was fangen wir an
ohne ihn?

Das Meer sind auch Freiflächen,
das Meer
dunkel nachts
Hoffnungsbedarf.

Die Wolken isolieren sich
dafür,
als Heimatliebe
erneut
voneinander.

Du sehnst dich nach ihnen,
wenn du nach oben schaust
in den Himmel.

Die Wolken erheben sich zu einem Sturm,
es schürt Hass
das Verbrennungsmodell,
das ich bin,
ich schlucke das alles.

Jetzt müsste man einfach mal sehen,
ob man glücklich ist damit,
der Verbrechenswille dabei,
the human being, why?

Nordmänner,
wie wir sind
fest
und alt,
die Verbandskugel.

Die Badezeit
im Meer
brauchen wir auch,
den Spaß
an den Eiern.

Da steht der Hampelmann,
der Mensch,
und das bist du.

Und weiß nicht, kommt er an
bei Gott,
oder verwirft er ihn?

Beidseitig
wird ein Schuh daraus,
Modell bin ich
oder nicht,
seins?

Unaufhaltsam
liebt er mich,
er liebt mich nicht,
dieses Spiel,
der Abzählvers.

Habe ich keins,
kein Blatt in der Hand,
auf dem ich geschrieben bin
im Buch des Lebens?

Ich liebe ihn
über alle Maßen,
von ganzem Herzen
Gott.

Ist leicht gesagt,
übertreibe nicht,
noch bist du nicht dort angekommen,
wo du hinwillst.

Ins Himmelreich,
ins Himmelslicht,
nicht wahr?

Dir fehlt eine andere Metapher
klipp und klar
dafür.

Ich weiß es,
übe bloß nicht deinen Außenradius zu klein,
deine Außenwirkung zu fein,
hau rein,
sei kein Jösi!

Es werden die Menschen zu Maschinen gefahren,
reduziert
auf das Einmaleins
des Herzens
insgesamt,
und du schweigst.

Beides ist falsch,
die Liebe und der Tod,
Rabi’ah gedacht,
ihrer.

Und neutral dagegen gehalten,
dass sie leben könnten,
immer
ewig
die Menschen,
sie haben das Zeug dazu.

Aus welcher Reichen-Familie du auch kommst,
du bist selber dran
mit dem Tod,
immer.

Das ist intensiv
das schönste Fest
unter Menschen,
der Kannibalismus
des Ich.

Bestandsaufnahme
endlos,
und die Geschichte kennen wir,
Krieg.

Das ist der Krieg,
latente Schäden an der Wirbelsäule,
das Rückgrat fällt
in Schutt und Asche.

Die Sonderzüge laufen auch nur auf Rädern,
es ist Krieg,
die Waffen dafür
liefern wir
tagtäglich
mit unserem Gemüt,
das nicht schläft,
aber alert ist
zu unserem Schaden.

Schäden im Gemüt
vegan geschlagen,
frei nach Monty Python.

Wir machen uns so lächerlich
mit dem Krieg,
mit dem kriegslüsternen Krieg,
der uns schadet
im Gemüt
immer.

Wir werden nicht besser davon,
nicht gut
einmal.

Wovon die Politik schweigt,
sie immer,
wenn sie nicht weiterweiß
zu unserem Wohl.

Deine Rolle
auch
in diesem Panoptikum
der Dichtung.

Analphabet,
der nicht weiterweiß
mit der Welt,
wie soll sie sich drehen,
nach links oder nach rechts?

Ich weiß es nicht,
beides ist schlimm,
auf jeden Fall
sächlich neutral.

Und allemal,
die Welt liebt den Untergang
nicht das erste Mal,
in ihrer Geschichte
christliche Wunder.

Das ist so witzig
mit anzusehen,
das ist die Geschichte
so schal,
die mich nervt,
ich kann sie nicht mehr hören.

Ich kann es nicht mehr hören
frontal
vor meinem Gesicht.

Was ich erlebe
alles
tagtäglich.

Das Alltagsleben,
schlicht,
gibt es nicht mehr
in unserem Leben.

In meinem Leben
nicht
persönlich.

Der Zug ist abgefahren,
Mond und Sonne
durchbohrt,
hängen schief.

In diesem Textil,
sagtest du,
das du trägst,
ich bau dir ein Eisen
um die Fesseln,
damit du nicht wegläufst
mir.

Die Pflanzen blühen
sonnendurchtränkt,
Gott sei Dank.

Rückversichert
durch Menschen,
die gut sind,
die sich kümmern
kultiviert.

Das bin ich
und andere
und werden mehr,
immer mehr.

Bezüge,
Bezugssystem
nicht leer
im Gehirn.

Es gibt Kamingeruch,
Krematorium,
der nicht weggeht,
leider noch immer.

© Johannes Lichteruh, 2022

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