Befragung

Ein Journalist hat ihn schon reingelegt,
mit einer Binde
zwischen den Beinen.

Willkommen in der Welt
des Lärms
des Transgenders!

Alles Gute zum Geburtstag,
alles Gute noch
zur neuen Geburt
als Mann, als Frau!

Ich liebe das Leben,
auf Abstand
natürlich,
streue mir Sand in die Augen
nicht gerne.

Ich kenne mich nicht aus
darin,
du musst es mir sagen
deswegen,

spricht Gott zu mir
frei und herzlich.

Du bist mein Held,
ich gehe in keine Moschee,
ich gehe in keine Kirche,
die Antwort will ich haben
von dir.

Schwerer Poker,
der du bist,
du pokerst um jedes Gradziel
nicht des Klimas,
aber Gott.

Alawiten beten nicht,
sie sitzen einander gegenüber,
Mann und Frau,
wie Goethe es beschrieb
in seinem Faust II,
dem Abschlussbild.

Das Ewig-Weibliche
zieht uns hinan,

wie schön,
es ist getan.

Gegen den Teufel,
mehr geht nicht,
der schwul ist.

Ich fasse es nicht,
und das in einem Gedicht
aus dem 18. Jahrhundert!

Ich freue mich,
ich freue mich,
dass ich das gelesen hab‘
erst kürzlich
zu Weihnachten.

Die Geburt des Christkinds,
nachträglich,
bin ich
beim Lesen
dieser Zeilen.

Erneuerung
und Zeilen schön,
Erneuerung
und Zeilen schön.

Zweimal gelesen,
zweimal gedacht,
und über Nacht Freude gehabt
ich.

Sie sollen nicht vergehen,
niemals
aus meinem Gedächtnis
schwinden.

Ein schönes Aushängeschild
bist du,
mein Oheim
Goethe,
für mich.

Das klassische Maß
schaffe ich nicht,
ich bin betrübt
über alle Maßen.

Die Straßen tragen
keine Festbeleuchtung
in meinem Gedächtnis
wie in deinem,
ich lebe in einer betrübten Zeit.

Wie in einem trüben Gewässer,
ich fische darin mit Gewissheit,
das stimmt,
bin affektiert davon.

Die Zeit kennt kein Glück des Leids,
nur die Rückseite davon,
den Schatten,
und das macht mich wahnsinnig
von Zeit zu Zeit.

Die Zeit, die alles killt,
was lebenswert ist
und lebensecht.

Was lebensecht war
in Zeiten, als du gelebt
hast,
mein Goethe!

Die künstlichen Welten,
in denen wir leben,
sind nicht echt.

Sie betreffen den Menschen nicht,
aber das Geld,
Ars vivendi,
nicht wahr?

Und Jahr für Jahr
hoffe ich,
dass sie sich wendet,
die Welt.

Aber die Wende
kommt nicht an
bei mir
zumindest.

Die Steine unbehauen
deiner Seele,
keine Nierensteine
abgeführt
in das Herz.

Das Gegengift
zur Neutralisierung,
die Verhärtung bleibt
bestehen.

Kalte Füße bekommen
vom Rumstehen
als Kind, frühzeitig erwacht
warst du
im Gehirn.

Reine biologische Sache,
Angelegenheit,
auf die du nicht stolz sein musst.

Besonderheit,
Feuer unterm Hintern
hattest du
schnell und flink
wie immer.

Schon immer
neu definiert
in diesem Leben
der Lehrling
in seiner Hosen-Norm,
der du bist
seit deiner Kindheit.

Dann Friedensfürst,
auf einmal friedlich
und nützlich allen
in deiner Umgebung.

Vater und Mutter
pflichtergeben,
das war schön,
mit anzusehen.

Hier greift die Zinsanwendung
nicht,
hier geht es ohne Geld
voran.

Es ist deine Pflicht,
die Eltern zu ehren
und nicht zu schmälern
ihr Gesicht
in der Öffentlichkeit.

Wie du tatest
aber
in das Lösungshaus,
das Dilemma.

Wo alle Wunder wahr werden,
Krieg,
being exact.

Untereinander
uploading upload,
der Zwist.

Der Streit,
das gegenseitige Ermächtigen
zum Krieg,
und wer siegt?

Keiner,
alle haben verloren
und sind so schlau
wie vorher.

Wir tauchen jetzt
ins Ungewisse
ein,
viel Restaurant und Mühe,
und essen fein
und werden nicht kriegsmüde.

Deutschland hat jetzt eine veritable Kriegspartei,
die Grünen,
nach US-amerikanischem Vorbild
die Demokraten dabei
das Gütesiegel.

Zwei fielen an der Grenze auf,
Camellia Hairless und Baldlie,
die US-Demokraten.

Im Schafsgewand
als Flüchtlinge
des Landes verwiesen.

Camellia Hairless, Baldlie, US-amerikanische Politiker

© Johannes Lichteruh, 2022

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