Aufgebot

Wie eine Hobbyzwergtaube,
die nicht mehr fliegen kann,
meine Dichtung.

Morgens gehe ich in die Filiale hinein,
abends komme ich wieder heraus,
die Arbeit ist mir ein Graus.

Die Küche stinkt,
ich bin Küchenhilfe
im Niedriglohnsektor.

Aber sie müssen noch weit weniger fühlen
als ich,
die das lesen.

Schnuffelberger und Habenichts,
so schafft man sich Ärger
vom Hals,
indem man schimpft
und streikt.

Die Arbeit sich vom Leibe zu halten,
ist gar nicht so leicht,
wie man denkt.

Ist der gleiche Winkel kürzer,
hast du es leichter getan
im Torverhältnis
und triffst
dein Ziel.

Dein Fuß voran,
der schreiten kann,
voran dein Fuß.

Also Wünsche werden wahr,
außer meinen
keine,
so viel zur Objektivität,
so weit.

Vielleicht ist es ja so,
du hast Angst
vor diesem Status?

Nein, habe ich nicht,
war deine Antwort
geradezu.

Geradeaus
der englische Regisseur,
„The last one“,
auf dem Weg zur Arbeit
ist.

Und kommt niemals an
Astrawagen,
Glanzwagen,
die Erde.

Falsch interpretiert
das Leben,
das stete Monitoring
deines Lebens
ist nicht schön.

Du lebst nicht wirklich
frei, hässlich
ist dein Leben
durch ständige Beobachtung
deiner selbst.

Reflexion,
Selbstreflexion
ist das
bis zum Erbrechen.

Ein Verbrechen ist das nicht,
du kannst das tun,
du kannst es tun und lassen.

Du bist der Galan
deines Gewissens,
mehr nicht.

Es soll nämlich noch geprüft werden,
ob du richtig bist,
richtig liegst.

Die ungestörte Seele,
geplant ist das schon,
in Vorbereitung
Vollendung.

Schön
ist das,
pure Ästhetik,
Ausblick.

Und das Geschick zieht nach,
nach und nach
wirst du glücklich,
glücklicher
als hernach.

Schritt für Schritt,
und der Tritt gibt nicht nach,
kein weicher Untergrund,
aber fest,
auf dem du läufst.

Die Erde hat dich wieder,
Rückkehr,
du läufst nicht leer
herum
wie aber die vielen Menschen.

Der Kopf geknickt
voller Gedanken,
die nichts nützen,
nichts bringen.

Leben
in eins mit dir,
das wär schön,
spricht mein Gott zu mir.

Das Gelingen
wünsch ich dir
von ganzem Herzen.

Danke,
ich danke dir dafür,
und die Schmerzen sind vergessen
dieser Welt.

Das Leben ist schön
und unvergessen tolerant
mir gegenüber.

Ich will es leben,
ganz leben
wie ein Mann, der alles kann,
sein ganzes Vermögen geben kann
in diese Welt,
das verspreche ich dir.

Damit du mich wiedererkennst,
antwortet er,
beidseitig
vom Versprechen
her.

Wie eine Geschenkesammlung
in einem Museum,
Sponsoren,
das Museum bist du,
der Sponsor bin ich.

Du warst darin,
in einem Museum,
du hast dort gearbeitet,
du kennst dich aus.

Du weißt, was ich meine,
das Versprechen ist echt,
keine Dauerleihgabe
nur.

Aber ein Geschenk,
eine Schenkung
veritabler Ehen zwischen mir
und dir.

Besser als mit dem Messerzugriff
in die Seele,
wie zuvor,
als du geschrien hast,
weil ich dich haben wollte,
aber du zögertest
und gingst den Trott der Welt.

Vergewaltigt,
zerstückelt,
du wolltest nicht hören.

Die Wiedergeburt als Zugabe,
damit du lernst,
was höhere Ansprache bedeutet.

Ich bin dein Gott,
ich bin dein Gott,
dreimal gesagt,
ich bin dein Gott.

Und auf das Schafott deine Gefühle,
die du von mir hast,
sie machen mich trübe!

Im Gesicht,
das du nicht hast,
es ist meins,
der Rest ist nur bösartig,
es ist deins.

© Johannes Lichteruh, 2022

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